Kinderroller Test 2017 – die 10 besten Kinderroller im Vergleich

Alles im Gleichgewicht? Kinderroller bringen auch die Kleinsten in Fahrt

Früher nannte man sie:

  • Tretroller,
  • Trottine,
  • Radelrutsch
  • oder schlicht Roller.

Heute heißen die zweirädrigen Fahrzeuge:

  • Roller,
  • Kickboard,
  • Scooter,
  • Wavescooter
  • oder Klapproller

und werden auch von Jugendlichen und Erwachsenen noch gerne verwendet.

Vor allem die fast auf Regenschirmgröße zusammenfaltbaren Micro-Scooter sind im urbanen Bereich bei Jung und Alt beliebt – 2017 im Test: Die verschiedenen Roller für Kinder.

 

Aktuelle Vergleichstabelle

1Wipproller-Space-Scooter X580-FlamesWipproller
Space Scooter® X580 Flames


115,00 Euro
Listenpreis: EUR 115,00
Kundenbewertung: 4.2 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
98%
"sehr gut"
Space Scooter® X580 Flames Wipproller
Vorteile
  • 2 in 1: Normaler Roller und innovativer Wipp-Scooter in Einem
  • wippen auf der Trittfläche treibt den Scooter an
  • mit eingebautem Luftdruck-Stoßdämpferatentiertes Antriebssystem
  • Hinterradbremse mit Handbremshebel

Nachteile
  • keine

  1. Technische Details



    • Artikelgewicht: 9 kg

    • Produktabmessungen: 91 x 33 x 15 cm

    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

    • Gewicht bis: 90 kg




    • Hinterradbremse mit Handbremshebel

    • eingebauter Luftdruck-Stoßdämpfer

    • große PU-Räder

    • mit Schutzausrüstung zu benutzen




2Kinderroller von BIKESTARBIKESTAR® Premium
Lieblingsspielzeug Kinderroller Bestseller


Kundenbewertung:

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
95%
"sehr gut"
BIKESTAR®
Premium Kinderroller
Vorteile
  • extra dicke Luftbereifung mit bestem Federungskomfort auf hochwertigen Aluminiumfelgen
  • Kugelgelagerte Lenkung mit in Höhe und Neigungswinkel einstellbarem Lenker
  • sehr stabiler und mehrfach beschichteter Stahlrohrrahmen

Nachteile
  • keine
  1. Technische Details



    • Artikelgewicht: 7 kg

    • Länge: ca. 116 cm

    • Trittbrett: ca. 34 x 11 cm

    • Trittbretthöhe: ca. 11 cm

    • Lenkerhöhe: ca. 76 - 90 cm




    • Altersempfehlung: ab ca. 6 Jahren (ca. 120 cm Körpergröße)

    • extra dicke 30,5 cm (12 Zoll) Luftbereifung mit bestem Federungskomfort auf hochwertigen Aluminiumfelgen

    • sehr stabiler und mehrfach beschichteter Stahlrohrrahmen mit schlagfester Lackierung

    • Bremsgriff der Vorder- und Hinterrad-Handbremse mit komfortabler Justagefunktion



3Kinderroller von HUDORA
HUDORA Big Wheel PC 205

74,99 Euro
Listenpreis: EUR 74,99
Kundenbewertung: 4.3 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
90%
"sehr gut"
HUDORA
Big Wheel PC 205
Vorteile
  • ABEC 5 Kugellager
  • Hinterrad-Reibungsbremse
  • höhenverstellbarer Lenker
  • praktischer Klappmechanismus
  • verstellbarerTragegurt

Nachteile
  • keine
  1. Technische Details



    • Artikelgewicht: 4 kg

    • Produktabmessungen: 88 x 35 x 103,5 cm

    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 5 Jahren

    • Gewicht bis: 100 kg

    • Trittfläche ca. 33 x 11,5 cm




    • Rollendurchmesser: 205 mm

    • Hinterrad-Reibungsbremse

    • höhenverstellbarer Lenker (79 bis 104 cm)

    • verstellbarer Umhängegurt



4Kinderroller von PukyRoller PUKY R 03 ab 3 Jahren

73,99 Euro
Listenpreis: EUR 73,99
Kundenbewertung: 4.3 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
87%
"gut"
Roller PUKY R 03
ab 3 Jahren
Vorteile
  • neue hochwertige Soft-Bereifung
  • gute Fahreigenschaften
  • neue "Kick-Bremse"
  • hochwertiges Lenkerpolster

Nachteile
  • schwer bedienbarer Ständer
  1. Technische Details



    • Maße: 87 x 64/73 cm (höhenverstellbar)

    • Gewicht: ca. 5,2 kg

    • Komfortreifen

    • kugelgelagerte Lenkung




    • hochwertiges Lenkerpolster

    • Sicherheitslenkergriffe

    • rutschhemmendes Trittbrett

    • Maximalbelastung: 50 kg



5Kinderrollder von PEARL
PEARL klappbarer City-Roller mit XXL-Rädern

79,90 Euro
Listenpreis: EUR 129,90
Kundenbewertung: 3.5 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
85%
"gut"
PEARL
klappbarer City-Roller
Vorteile
  • extragroße Vollgummi-Rollen für gleichmäßigen Lauf und flüsterleise Fahrt
  • zuverlässige Hinterrad-Bremse
  • extrem platzsparend
  • besonders robuste Verarbeitung

Nachteile
  • ist bei nasser Fahrbahn unangenehm zu fahren
  1. Technische Details



    • Maße: 105 cm hoch, 95 cm lang, Trittfläche: 40 x 18 cm

    • Gewicht: 4,8 kg

    • extragroße 20,5 cm Vollgummi-Rollen

    • hochwertige Kugellager




    • maximale Belastung: 100 kg

    • zuverlässige Hinterrad-Bremse

    • schnell zusammenklappbar



6Kinderroller COX SWAIN
COX SWAIN
Scooter Roller URBAN CRUISER


Kundenbewertung:

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
81%
"gut"
COX SWAIN
Scooter Roller
Vorteile
  • hochwertiges Aluminium
  • Hinterradbremse
  • Lenker mit Stange abnehmbar
  • ABEC 7 Carbon Kugellager

Nachteile
  • nicht 100%ig sauber verarbeitet

  1. Technische Details



    • DECK: 585 * 150 mm

    • 200 mm High Rebound Polyurethan Rollen

    • Lenker mit Stange abnehmbar

    • 100 kg Tragkraft




    • ABEC 7 Carbon Kugellager

    • Hinterradbremse

    • Grip Tape



7Kinderroller Free wheel Globber Free wheel Globber My 3 Rollen

49,75 Euro
Listenpreis: EUR 69,95
Kundenbewertung: 4.3 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
77%
"befriedigend"
Globber
Free wheel My 3 Rollen
Vorteile
  • zwei Räder vorne bieten eine hohe Formstabilität
  • höhenverstellbarer Lenker
  • bereits für Kinder ab 3 Jahren

Nachteile
  • kein hochwertiges Material
  1. Technische Details



    • Größe: 55 x 27 x 67 cm

    • Gewicht: 2,3 kg

    • Belastbarkeit: max. 50 kg




    • für Kinder von 3 bis 6 Jahren geeignet

    • höhenverstellbarer Lenker

    • Form der Griffe speziell geprüft



8Tretroller Scooter Roller mit LED-Licht

--- Euro
Listenpreis: ---
Kundenbewertung: 3.7 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
69%
"ausreichend"
Tretroller
Scooter Roller mit LED-Licht
Vorteile
  • einfach zusammenklappbar
  • Lenker in 3 Höhen verstellbar
  • extra große High Rebound PU-Rollen

Nachteile
  • mindere Qualität
  • schlecht durchdachte Konstruktion
  1. Technische Details



    • Abmessung: ca. 31,5 x 16 x 93-103 cm

    • 3 Stufen höhenverstellbarer Lenker: ca. 93 cm, ca. 98 cm, ca. 103 cm

    • Trittfläche: ca. 52 x 16 cm




    • Gewicht: ca. 4,5 kg

    • max. Belastung: ca. 100 kg

    • Unterbodenbeleuchtung: Vorne/Hinten LED-Licht (3x AAA Batterien, nicht im Lieferumfang)



9Kinderroller Wenzel 210Wenzel 210 - Holzroller KR 210

Kundenbewertung:

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
67%
"ausreichend"
Wenzel
210 - Holzroller
Vorteile
  • sehr standfest durch 3 Räder
  • hochwertiger Holzroller
  • bereits für Kinder ab 24 Monaten geeignet

Nachteile
  • Lenker wird mit einer recht dünn erscheinenden Öse am Fußbrett befestigt
  1. Technische Details



    • Produktabmessungen: 64,5 x 14 x 11,2 cm

    • vom Hersteller empfohlenes Alter: 24 Monate - 5 Jahre

    • Gewicht bis: 50 kg




    • Lenkerhöhe: ca. 58 cm

    • Vollgummireifen



10Kinderroller von Smoby Smoby 451000 - Frozen Roller mit Bremse

Kundenbewertung: 3.7 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
61%
"ausreichend"
Smoby
451000 - Frozen Roller
Vorteile
  • leicht zu fahrend
  • höhenverstellbarer Lenker
  • platzsparend zusammenklappbar

Nachteile
  • Aufkleber waren krumm und schief draufgeklebt
  • Höheneinstellung ist nicht ganz passgenau
  1. Technische Details



    • Artikelgewicht: 2,1 kg

    • Produktabmessungen: 83 x 32 x 70 cm

    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 4 Jahren




    • zusammenklappbar

    • höhenverstellbarer Lenker

    • Bremse am Hinterrad



Warum brauchen Kinder Roller?

Mit Laufrad, Fahrrad, Skateboard, Bobbycar und anderen Geräten steht Kindern heutzutage ein ganzer Fuhrpark zur Verfügung, die den Roller als antiquiertes Gerät ohne klaren Vorteil erscheinen lässt. Der Kinderroller hat einige Funktionen hinsichtlich der körperlichen und geistigen Entwicklung, die andere Geräte so nicht bieten:

Tretroller trainieren die Motorik. Abhängig davon, welche Art von Roller das Kind fährt, werden ganz bestimmte Muskelgruppen und deren Zusammenspiel trainiert. Körperkoordination, Bewegungsabfolgen und das Reaktionsvermögen sind bei einem Roller durch die Bauweise des Gefärts ganz anders gefordert als beim Fahrrad oder anderen Fahrzeugen. Das Kind steht auf dem Roller (es sitzt nicht), es lenkt mit einem eher schmalen Lenker oder Knauf, es ist (meist) keine Hand- oder Rücktrittbremse vorhanden.

Kinderroller BikestarDer Schwerpunkt des Rollers ist tiefer als beim Fahrrad.
Die Balance wird trainiert. Der Roller bleibt, wie das Fahrrad, selten von selbst im Gleichgewicht. In Kurvenlagen und bei höheren Geschwindigkeiten, in unebenem Gelände und mit Rucksack auf dem Rücken stellt das den Gleichgewichtssinn noch einmal vor ganz andere Herausforderungen.

Tretroller können erst bedient werden, wenn Kinder in der Lage sind, auf einem Bein zu stehen und zu hüpfen. Denn die ruckartigen Bewegungen beim Antrieb fordern den Gleichgewichtssinn zusätzlich heraus. Dabei werden Kinder von Ergotherapeuten heute eigentlich nicht mehr dazu angehalten, den Roller beidseitig anwenden zu können. So wie es Rechts- und Linkshänder/-innen gibt, gibt es eben auch Rechts- und Linksfüßer. Trainiert wird die starke Seite.

Auch wenn man das früher anders handhabte, sagt man heute, dass die Füßigkeit wie die Händigkeit mit den Hirnfunktionen in einem engen Zusammenhang steht und Kinder wie Erwachsene nicht „umgepolt“ werden sollten, weil die allgemeine Leistungsfähigkeit, Konzentration und andere Fähigkeiten sonst negativ beeinflusst werden können. Die Neurobiologie hat die genauen Zusammenhänge noch nicht klären können, aber negative Folgen von Umpolungen empirisch nachgewiesen.

Die Muskulatur in Beinen, Po, Rumpf und Rücken muss beim Kinderroller ganz anders arbeiten als bei anderen Kindergefährten. Der Roller ist also ein zusätzliches Trainingsgerät, keine Alternative. Das gilt zumindest dann, wenn Kinder die Muskulatur des ganzen Körpers halbwegs gleichmäßig nutzen sollen, aus dem Spiel auf der Straße heraus und mit Freunden in der Freizeit (also nicht in therapeutischen Maßnahmen).

Im Grunde genommen ist so ein Kinderroller sehr einfach aufgebaut: Ein bodennahes Trittbrett ist vorne und hinten mit Achsen versehen und auf jeweils ein Rad gesetzt, vorne gibt es eine Stange mit Lenker, das ist alles. Optional können mechanische Trittbremsen, Klingel oder Hupe, Beleuchtung oder zusätzliche Räder vorne oder hinten dazu kommen. Und genau an diesem Punkt unterscheiden sich die verschiedenen Kinderroller. Vergleichssieger in Sachen Bedienbarkeit ist bei Kindern das Fahrzeug mit dem wenigsten störenden Zubehör.

Was ist ein Kinderroller?

Der klassische Kinderroller hat heute eigentlich noch das gleiche Design wie während der 1970er Jahre: Zwei luftgefüllte Gummireifen, die für ein sechsjähriges Kind etwa kniehoch sind, dementsprechend höhere Achsen mit einem nach unten gehängten Trittbrett im Alu- oder Stahlrahmen, vorne ein Lenker mit gummierten Handgriffen.

Diese Kinderroller liegen recht ruhig und stabil auf der Straße, sind zum Lernen optimal, erreichen keine allzu hohen Geschwindigkeiten, und sind durch die Luftbereifung angenehm weich zu fahren. Unterschiedliche Größen und eingeschränkt größenverstellbare Modelle erlauben schon Dreijährigen die Nutzung, und die größeren Roller sind auch für Grundschüler/-innen noch spaßig. Immerhin können Kinder mit etwas Übung auch auf diesen Gefährten recht hohe Geschwindigkeiten erreichen.

Mini-Klapproller sind eine Weiterentwicklung des klassischen Tretrollers. Leichtere, moderne High-Tech Materialien machen den Roller kleiner, schneller, leichter und doch gleichbleibend robust. Der Rahmen ist hier nicht mehr unbedingt aus schwerem Edelstahl, sondern kann auch Carbon hergestellt sein, das Trittbrett ist in der Regel aus Kunststoff, und die Griffflächen am Lenker sind ebenfalls mit einer dünnen Polymerschicht überzogen – sofern noch ein Lenker da ist und nicht nur ein Lenkknauf, der zusammen mit der Stange entfernt an einen Joystick erinnert.

Die Rollen der Mini-Klapproller sind in der Regel kaum größer als die von Inline-Skates, und sie sind wie diese aus einer extrem stabilen Kunststoffmischung hergestellt. Dadurch sind die Klapproller härter im Fahrgefühl, die Vollplastikräder federn nicht weich, sondern geben die Beschaffenheit des Untergrunds direkt weiter. Auch diese Roller gibt es in unterschiedlichen Größen. Allerdings erreichen die Gefährte recht hohe Geschwindigkeiten und sind im Vergleich zum klassischen Tretroller sehr wendig – für Kinder unter vier Jahren sind sie nicht so gut geeignet. Und es gibt innerhalb dieser Modellgruppe ganz unterschiedliche Varianten, die sich in der Bauweise unterscheiden:

Pearl - klappbarer Mini-RollerDer Micro-Scooter ist, wörtlich übersetzt, ein Mini-Klapproller. Kleine Vollplastikrollen (von manchen Herstellern als Gummirollen bezeichnet), leichte Materialien und eine minimale Bauweise erlauben hohe Geschwindigkeiten. Der Mini-Scooter ist seit etwa 2001/2002 ein Modegefährt in der Stadt, bei Kindern wie Erwachsenen beliebt. Es gibt den Micro-Scooter in ganz verschiedenen Größen, und wie der klassische Roller hat er vorne und hinten jeweils ein Rad. Das Gefährt kann bei Bedarf zusammengeklappt werden, viele Hersteller liefern einen Tragegurt mit, der über Karabiner eingehängt wird. In aufgeklapptem Zustand sollte der Gurt entfernt werden.

Das Kickboard hat drei Rollen (wahlweise vorne oder hinten zwei davon), die aus Vollplastik bestehen. Anstelle eines Lenkers haben sie einen Knauf, und sie werden wie ein Skateboard durch Gewichtsverlagerung gelenkt.

Das Trittbrett ist etwas breiter als beim Mini- oder Micro-Scooter, aber sie sind manchmal auch zusammenklappbar. Der Umgang erfordert Übung im Skateboardfahren, weshalb das Kickboard eher für Kinder ab etwa sieben Jahren geeignet ist. Allerdings verspricht es auch für Jugendliche und Erwachsene noch viel Spaß, da es ein Zwischending zwischen Skateboard und Roller ist.

Hohe Geschwindigkeiten und extreme Lenkbarkeit zeichnen diesen Roller im Test aus. Interessant ist das Kickboard, wenn man schon Skateboard fährt und ein paar Tricks beherrscht – die mit dem Kickboard auch ausgeführt werden können.

Der Wavescooter ist ein Waveboard mit Lenkstange und kann genau das, was ein Waveboard auch kann. Eine kleine Vollplastikrolle vorne und hinten sind mit einem Trittbrett aus Kunststoff verbunden, das in der Mitte geteilt und mit einem Gelenk versehen ist.

Dieser Roller kann durch Treten angetrieben werden, sollte aber durch eine schaukelnde, wellenförmige Bewegung aus den Beinen heraus bewegt werden. Das Fahrgefühl ähnelt dem Gefühl beim Surfen, wie der Test bestätigte.

Der Wavescooter trainiert Gleichgewicht und Körperkoordination noch einmal ganz anders als die anderen Roller, ist weniger auf Geschwindigkeit als vielmehr auf die Performance von Tricks ausgerichtet. Für Kinder ab Grundschulalter verspricht das Gerät viel Spaß, für Jüngere ist es eigentlich zu komplex in der Handhabung (generell in Sachen Größe aber ab etwa fünf Jahren geeignet).

Wie funktioniert ein Kinderroller?

Kinderroller werden mechanisch durch Treten angetrieben. Das Kind stellt einen Fuß auf das Trittbrett, mit dem anderen Fuß holt es auf der Straße oder dem Gehweg Schwung und treibt den Roller so an.

Allerdings gibt es je nach Bauweise Unterschiede: Das Kickboard kann, wie das Skateboard auch, durch geschickte Gewichtsverlagerungen auf der Längsachse des Boards angetrieben werden. Und auf dem Wavescooter steht das Kind mit beiden Füßen, das Gefährt wird durch wellenförmige Bewegungen aus den Beinen heraus angetrieben, ein Gelenk in der Mitte des Trittbrettes sorgt dafür, dass die Muskelbewegungen auf die Achsen und Räder übertragen und in eine Fortwärtsbewegung umgesetzt wird.

Was für den Antrieb gilt, kann so auch für das Lenken gesagt werden: Je nach Art des Rollers unterscheiden sich die Möglichkeiten. Kickboard und Wavescooter können nicht nur über den Lenker oder Knauf, sondern zusätzlich über Beinbewegungen gelenkt werden. Der klassische Kinderroller sowie der Micro- und der Mini-Scooter werden allein über den Lenker gelenkt.

Vorteile und Anwendungsbereiche

Die Vorteile eines Kinderrollers gegenüber anderen Freizeitgeräten und Kinderfahrzeugen liegen im Test 2017 klar auf der Hand: Der Spaß an schneller Fortbewegung wird beim Roller mit der Entwicklung motorischer Fähigkeiten und Training der Balance kombiniert. Dem Kind kommt das in mehrfacher Hinsicht zugute, denn Kinder lernen die Welt aus der Bewegung heraus kennen und begreifen.

Mit dem körperlichen Training gehen also ganz unbemerkt und beiläufig die Entwicklung räumlicher Vorstellungskraft, logischen Denkens und das Verstehen physikalischer Grundgesetze einher.

Spätestens beim Übertritt in die weiterführenden Schulen merkt man Kindern gewöhnlich an, ob sie ihre Freizeit in der frühen Kindheit überwiegend mit Spiel und Sport oder doch eher vor Fernseher und Computer verbracht haben.

Die Anwendungsbereiche des Kinderrollers sind vielfältig. Der Roller wird wohl vor allem bei sehr jungen Kindern erst einmal im Wohnzimmer, Kinderzimmer oder Garten ausprobiert werden, unter elterlicher Aufsicht. Wenn das Gleichgewicht stimmt, das Kind das Fahrzeug beherrscht und Interesse an der Erkundung der näheren Umgebung zeigt, können kurze Wege zum Kindergarten, zum Einkauf, zum Spielplatz et cetera mit dem Roller zurückgelegt werden – natürlich immer noch unter Aufsicht, denn hier ergibt sich ein weiteres Lernfeld: der Straßenverkehr.

Kinderroller gehören immer und unbedingt auf den Gehweg. Dort muss auf alle anderen Verkehrsteilnehmer/-innen Rücksicht genommen werden, Hindernisse wie Senioren mit Rollator, Mütter mit Kinderwagen und andere Kinder mit Spielgerät müssen umfahren werden.

Wenn diese kurzen Wege mit dem Roller zuverlässig zurückgelegt werden und das Kind Verantwortungsbewusstsein und Rücksicht zeigt, kann der Roller auch einfach so im Park, auf der verkehrsberuhigten Straße im Wohngebiet oder nachmittags bei Freunden genutzt werden. Spätestens im zweiten Schuljahr müssen Kinder mit ihren (beherrschten) Fahrzeugen nicht mehr ununterbrochen beaufsichtigt werden. Wenn die Regeln klar sind und die Kinder sich auch sicher daran halten, können sie sich Freiräume erschließen und kurze Zeit in sicherem Umfeld unbeaufsichtigt spielen. Fahrzeuge sind wichtig, denn hier lernen die Kinder, dass sie auch ohne die mahnenden Aufsichtspersonen für sich und ihre Gerätschaften geradestehen können.

Kinderroller finden sich außerdem in Kindergärten und Grundschulen sowie Betreuungseinrichtungen als Spielgeräte und können sogar im therapeutischen Bereich und beim Sport zum Einsatz kommen. Der Rennsport mit Tretrollern ist in Deutschland kein Breitensport, aber natürlich gibt es den auch, und in den entsprechenden Sportvereinen sind auch Jugendliche und Erwachsene tätig. Der Kinderroller kann also auf ein sportliches Hobby vorbereiten, das das Kind unter Umständen bis ins Erwachsenenalter begleitet.

Welche Arten von Kinderrollern gibt es?

Es sind sehr unterschiedliche Kinderroller von ganz verschiedenen Herstellern auf dem Markt. Generell lassen sich die Roller anhand der Anzahl der Räder ganz gut unterscheiden, und das gibt auch einen zumindest groben Hinweis auf die Altersklasse, für die das jeweilige Gerät geeignet ist. Davon abgesehen unterscheiden sich die Modelle in Größe (beeinflusst ebenfalls die Altersstufe) und verarbeiteten Materialien, was wiederum Einfluss auf die Umgebung hat, in der der Roller genutzt werden kann.

Zweirädrige Modelle in Form des klassischen Kinderrollers

Kinderroller mit zwei Rädern gibt es als klassische Roller mit einem relativ hohen Lenker und hohen luftgefüllten Reifen. Die Roller haben meist (nicht immer) eine Handbremse oder eine mechanische Trittbremse, die am Hinterrad greift, meist an der Nabe, seltener an der Felge.

Wie robust Roller und Bremsen sind, hängt vom Hersteller ab. Geeignet sind diese Roller für Kinder ab etwa sechs Jahren, was an der Höhe der Fahrzeuge liegt – die Lenkstangen sind für Kinder, die kleiner als 1,10 m sind, einfach zu hoch ausgelegt. Die meisten Modelle sind höhenverstellbar. Der Bike Star Scooter und der Bike Star Premium sind solche klassischen Kinderroller. Die Roller sind nicht nur robust, sondern auch etwas schwerer als andere Modelle, denn oft bestehen sie aus Stahlrohr und einem hölzernen Trittbrett.

Vorteile:

  • bei guter Beherrschung relativ schnell
  • sehr wendig
  • robust, vor allem in unebenem Gelände
  • oft klappbar

Nachteile:

  • stark körpergrößenabhängig und nicht für kleine Kinder geeignet
  • erfordert schon viel Gleichgewichtssinn
  • aufgrund robuster Verarbeitung oft recht schwer
  • nicht immer klappbar
  • relativ groß und sperrig
  • Scooter – die kleinen Flitzer

Scooter (manchmal auch als Kickboard bezeichnet) sind aufgebaut wie die klassischen Kinderroller, aber eine Nummer kleiner. Die Lenker sind in der Regel schmaler, das Trittbrett ist schmaler, auf Extras wie Klingeln und Bremsen wird oft verzichtet.

Die Kiddy Scooter sind kleiner, niedriger, leichter und nur bedingt geländetauglich, denn sie haben keine luftbefüllten Reifen, sondern kompakte Vollplastikrollen. Hinsichtlich der Materialien unterscheiden sie sich von den klassischen Kinderrollern ebenfalls, denn Holz findet man hier eigentlich nie – Kunststoffe und Aluminium dominieren, manche Hersteller setzen auf Stahlrohr.

Die kleinen Flitzer erreichen bei gutem Gleichgewicht und etwas Übung recht hohe Geschwindigkeiten, sind aber schon in kleinen Ausführungen für Kinder ab vier Jahren erhältlich. Hier spielt eher das Können eine Rolle, denn es gibt die Scooter wirklich in vielen verschiedenen Größen. Gute Geräte, die Grundschüler/-innen ansprechen (die Farben sind oft geschlechtsspezifisch gehalten), sind beispielsweise der Hudora Big Wheel 14764 und der Big Wheel GS 205 des gleichen Herstellers.

Vorteile:

  • schnell und extrem wendig
  • leicht und zusammenklappbar
  • auch für kleine Kinder schon geeignet
  • oft mit Tragegurt geliefert

Nachteile:

  • überfordern Vier- und Fünfjährige oft noch
  • setzen einen sehr guten Gleichgewichtssinn voraus
  • nur für asphaltierte, sehr ebene Wege geeignet
  • nicht so robust

Dreirädrige Kinderroller – vorne ein Rad, hinten zwei, oder umgekehrt

Kinderroller free wheel GlobberDas Kickboard ist für Kinder ab drei Jahren geeignet, denn aufgrund der drei Räder stellt es nicht so hohe Anforderungen an den Gleichgewichtssinn der Kinder. Kickboards sind in der Regel nur sehr eingeschränkt höhenverstellbar, haben einen Knauf anstelle eines Lenkers und werden über Gewichtsverlagerung gelenkt.

Das wiederum stellt höhere Anforderungen an das motorische Geschick der Kinder. Die kleinen Rollen sind aus Vollplastik, Kickboards sind also nicht geländetauglich. Trotzdem sind sie bei voller Beherrschung der Lenktechnik sehr wendig und erlauben obendrein das Ausführen von Tricks (ähnlich dem Skateboard).

Es werden nicht so hohe Geschwindigkeiten erreicht wie mit anderen Kinderrollern. Ob man das Kickboard zusammenklappen kann, hängt stark vom Hersteller ab. Verarbeitet sind meist Kunststoff und Aluminium, bei Kickboards für größere Kinder, die speziell für das Ausführen von Tricks ausgelegt sind, auch Stahlrohr. Gut bewertete Modelle sind beispielsweise der Kiddy Scooter Joey 3.0 und der Hudora Kinderroller Evolution Boy, beide allerdings mit sehr schmalem Lenker statt Knauf.

Für die ganz Kleinen ist der Kettler Scooter Blue geeignet sowie der Puky Roller R1, beide ebenfalls mit Lenker statt Knauf. Für die Größeren und mit Knauf sind der Hudora Big Wheel Flex und das Micro Kickboard, auch in der Version Maxi Micro Kickboard.

Vorteile:

  • kostengünstiger als klassische Kinderroller und City Scooter
  • ab drei Jahren geeignet
  • in kleinen Größen erhältlich
  • langsamer als klassische Kinderroller, also sicherer für Anfänger
  • bei Beherrschung sehr wendig
  • stellt keine hohen Anforderungen an die Balance, selbststehend
  • oft klappbar, sehr leicht

Nachteile:

  • für Fortgeschrittene zu langsam
  • muss oft durch größere Modelle ersetzt werden
  • nicht geländetauglich
  • überfordert Dreijährige oft
  • nicht immer zusammenklappbar

Wavescooter: Surfboards für die Straße

Der Wavescooter ist weder auf hohe Geschwindigkeiten, noch auf besondere Wendigkeit ausgelegt, sondern soll Kindern ein Gefühl dafür vermitteln, wie man auf einem Surfbrett das Gleichgewicht halten kann. Wavescooter sind dementsprechend auch eher für größere Kinder geeignet, die unter Umständen schon etwas Erfahrung mit dem Skateboard oder auf dem Surfbrett haben.

Mit dem Wavescooter wird gesurft und gecarvt, coole Moves können erlernt und vorgeführt werden – das ist ein Fun- und Sportgerät, das fast schon ausgereifte Motorik erfordert.

Die hintere Rolle des Wavescooters ist übrigens nicht fest installiert, sondern um 360° drehbar angebracht – das ermöglicht die Moves. Die Scooter sind mit bis zu 10 kg recht schwer, oft aber trotzdem zusammenklappbar. Rein von der Größe her können Kinder ab etwa sechs Jahren den Wavescooter benutzen, von den motorischen Anforderungen her dürfen sie aber auch schon acht oder neun Jahre alt sein beim Einstieg.

Die Materialien sind meist flexibel und robust, um optimales Surfgefühl zu vermitteln und trotzdem den ein oder anderen Sturz zu verzeihen. Ergänzende Schutzausrüstung wie Helm, Schoner für Handgelenke, Knie und Ellenbogen sowie schützende Kleidung sind natürlich ein Muss, und Anfänger sollten unbedingt beaufsichtigt werden. Das ist zum Beispiel der Streetsurfing Wavescooter The Wave.

Vorteile:

  • motorisch herausfordernd
  • extrem hoher Spaßfaktor
  • für größere Kinder und Jugendliche spannend
  • vor allem im städtischen Umfeld gut nutzbar
  • oft zusammenklappbar
  • bei hochwertiger Verarbeitung mit Griptape versehen und sehr robust
  • lange interessant aufgrund der vielen Möglichkeiten

Nachteile:

  • nur für größere Kinder wirklich geeignet
  • anfangs nur unter Aufsicht nutzbar
  • Schutzausrüstung benötigt: Helm, Schoner für die Gelenke, robuste Kleidung
  • mit bis zu 10 kg Gewicht sehr schwer
  • einfach nur als Fahrzeug eher ungeeignet

Space Scooter TV Spot Deutschland

So haben wir die Kinderroller getestet

Altersstufe:

So haben wir die Kinderroller getestet

Die Altersstufe ist wichtig, damit das Kind von der Bedienung des Rollers nicht überfordert ist. Natürlich schadet es nicht, wenn Kinder vor Herausforderungen gestellt werden, sei es nun hinsichtlich Gleichgewicht, Körperkoordination oder in Sachen Geschicklichkeit. Aber wenn der Kinderroller die Möglichkeiten des Kindes in jeder Hinsicht sprengt, stellt sich der Spaßfaktor nicht ein, und dann wird der Roller ohnehin nur selten oder gar nicht genutzt.

Umgekehrt sollten Fünfjährige vielleicht nicht unbedingt den kleinen Roller mit Ballonreifen bekommen, der für Zweijährige gedacht ist. Auch wenn die Körpergröße mit der Höhe des Rollers noch kompatibel ist, wird dieses Fahrzeug schnell langweilig sein.

Höhe und Verstellbarkeit:

Kinderroller sind oft höhenverstellbar, aber eben doch nicht immer und dann auch nur eingeschränkt. Und die Größe muss einfach stimmen – wenn der Lenker viel zu hoch ist und das Kind sich auf Schulterhöhe daran klammert, ist das ein Sicherheitsrisiko.

Umgekehrt ist ein Roller, dessen Lenker knapp unter Bauchnabelhöhe gegriffen wird, zu klein – gebückt sollte niemand fahren. Ideal ist eine Höhe der Lenkerstange oder des Knaufs etwa um die unteren Rippen herum. So kann der Lenker im Notfall immer noch stabilisieren, lässt aber auch entspannte Haltungen zu. Und natürlich sind Kinderroller mit einer höheren Lenkerstange auch eher für größere Kinder gedacht, sie bieten in der Regel ein Trittbrett, das auch für Schuhgröße 35 nicht zu klein ist.

Stabilität:

Leichte Materialien wie Aluminium und Kunststoff sind natürlich prima, wenn man den Kinderroller auch mal umgehängt oder unter dem Arm mitnehmen will. Aber ein niedriges Gewicht geht auch immer mit weniger Bruchfestigkeit einher, und dass Kinder mit ihren Fahrzeugen stürzen, gehört einfach dazu.

Für den Kinderroller, das Kickboard und den Wavescooter ist es also doch wichtig, einen Kompromiss zwischen Bruchfestigkeit, Stabilität und Haltbarkeit einerseits und niedrigem Gewicht andererseits zu finden.

An der Materialmenge kann der Hersteller nicht sparen, denn die meisten Roller sind wirklich absolut minimalistisch designt, denn zusätzliche Teile bedeuten Gewicht, und das soll eher vermieden werden. Die Lösung liegt für die meisten Hersteller in leichten Materialien für eher auf Geschwindigkeit ausgelegte Kinderroller und Scooter und Stahlrohr beziehungsweise moderne Verbundmaterialien für Kickboard und Wavescooter.

Verarbeitung:

Wenn der Roller für Tricks und Moves benutzt wird, mit in die Halfpipe oder gar den Skatepark soll, dann muss er gut verarbeitet sein. Halbherzig verschweißte Nähte, schlecht geklebte Plastikteile und wackelnde Schrauben sind da weder zweckdienlich noch sicher. Es lohnt also, die Verarbeitung anzuschauen.

Qualitativ hochwertige, robuste Geräte sind oft hinsichtlich der Sicherheit und der Verarbeitung geprüft, TÜV oder GS-Siegel sind bei einigen Herstellern durchaus vorhanden.

Vor allem für kleine Kinder sollten die Geräte möglichst einwandfrei verarbeitet sein – nicht aufgrund der Tricks, die Dreijährige sicherlich noch nicht ausführen, sondern weil kleine Kinder die unmöglichsten Ecken und Kanten genauestens untersuchen, ihre Finger in offene Rohre stecken, alle Kanten und Nähte abtasten und sich dabei auf keinen Fall verletzen sollten. Abgerundete Kanten, weiche Überzüge aus Schaumstoff oder Gummi und eine rostfeste Lackierung an allen Metallteilen sind ein absolutes Muss.

Griffigkeit:

An zwei Stellen braucht der Roller, egal welcher es ist, Grip: Am Lenker oder Knauf darf die Hand nicht abrutschen, und die Füße müssen absolut immer und unter allen Bedingungen Halt auf dem Trittbrett finden.

Ob das mit einem Griptape wie beim Skateboard erreicht wird oder über ein spezielle rutschfeste Silikoneinlage mit viel Profil, das ist eigentlich egal. Wavescooter und auch manche Kickboards sind eher mit der profilierten, extrem rutschfesten Kunststoffoberfläche ausgerüstet, während klassische Roller eher ein Griptape mitbringen.

Aber es gibt auch Scooter mit einem einfachen glatten Kunststoffbrettchen – die sind nicht rutschfest. Wenn die Schuhsohle bei Nebel, Regen oder aus einem anderen Grund nicht ganz trocken ist, rutschen Kinder in der ersten Kurve vom Brett – das ist schmerzhaft. Die Griffigkeit der Standfläche ist eine Frage der Sicherheit.

Bremsen:

Ganz kleine Kinder sind mit einer Hand- oder Trittbremse noch überfordert, das ist völlig klar. Und wer mit dem Wavescooter im Skatepark Moves übt, braucht auch keine Bremse.

Wenn aber ein Kind mit dem klassischen Kinderroller täglich in den Kindergarten fährt, ist eine Bremse schon ganz nett, denn auf dem Gehweg muss man öfters Fußgängern ausweichen. Und Grundschüler/-innen, die auf dem Schulhof ihre Lehrkräfte nicht umfahren wollen, sind unter Umständen auch dankbar dafür.

Die Bremse sollte auf jeden Fall am Hinterrad greifen. Ob es sich um eine Naben- oder eine Felgenbremse handelt, ist eher nebensächlich. Und ob mit der Hand (wie beim Fahrrad) oder per Tritt gebremst wird, ist letzten Endes auch Geschmackssache.

Klappmechanismus:

HUDORA Big Wheel klappbarOb man einen Klappmechanismus am Roller braucht, ist wiederum eine Frage des Einsatzgebietes. Praktisch ist es schon, wenn der Roller klein zusammengefaltet mit in den Urlaub kommen kann, bei Bedarf unter den Arm geklemmt wird oder in der Schule in den Spind passt. Allerdings gibt es auch Kinder, die den Roller wirklich nur zwischen zu Hause und dem Spielplatz nutzen und grundsätzlich neben Papa in der Garage parken – in dem Fall ist der Klappmechanismus wohl nicht nötig.

Die klassischen Kinderroller mit Luftbereifung sind sehr selten mit so einem Mechanismus ausgestattet – hier hängt noch mehr dran: Der Microscooter mit den kleinen Plastikrollen kann eigentlich immer geklappt werden, ist auf Feldwegen und im Gelände aber absolut untauglich.

Schutzbleche:

Wer bei jedem Wetter unterwegs ist, und dann auch mal etwas schneller wird, der ist für Schutzbleche dankbar. Denn die halten Matsch und Dreck unten auf der Straße. Das ist zwar keine Sicherheitsfrage, aber die Kinder sollten schon trocken und halbwegs sauber in Kindergarten und Schule ankommen, wenn sie mit dem Roller unterwegs sind.

Klassische Kinderroller sind oft mit Schutzblechen ausgestattet, die Microscooter auch noch oft, aber bei Kickboard und Wavescooter findet man in der Regel keine Schutzbleche. Ganz klar, denn diese Geräte sind für den Hallenbetrieb, trockene Witterung und sauberen Untergrund gemacht. Schutzbleche wären da nur hinderlich, sie bringen zusätzliches Gewicht mit.

Worauf muss beim Kauf eines Kinderrollers achten?

Ein Kinderroller muss dem Kind passen und Spaß machen. Das wichtigste ist also, genau zu wissen, was das Kind benötigt oder mag. Und natürlich spielen Größe des Rollers und motorische Anforderungen eine Rolle – die Altersstufe muss stimmen. Das lässt sich recht einfach durch einen Blick in die Herstellerangaben klären.

Ob der Roller ein rutschfestes Trittbrett hat, ob Schutzbleche, Klappmechanismus und gegebenenfalls ein Tragegurt vorhanden sind, lässt sich ebenso leicht feststellen. Wie gut das Material verarbeitet ist, ob der Roller wirklich „passt“, also die Lenkerform angenehm ist, das Trittbrett eine gute Größe hat und das Fahrgefühl stimmt, können die Herstellerangaben nicht klären. Das kann man nur durch anfassen, ansehen und ausprobieren herausfinden. Wenn bei einem Kinderroller für sehr kleine Kinder Wert auf die Sicherheit gelegt wird, sollte man auch noch auf TÜV- oder GS-Siegel achten.

Das sind die führenden Hersteller

Zu den führenden Herstellern von Kinderrollern und -scootern gehört Hudora. Die deutsche Firma wurde 1919 gegründet und stellte Sport- und Freizeitgeräte her. 1981 meldete sie Konkurs an, 1984 wurde sie wiedergegründet und legte die Produktion ins Ausland.

Die Kinderroller der Firma sind recht gut verarbeitet, leicht und bedienerfreundlich, dabei noch kostengünstig. Mit Joey hat Hudora eine eigene Marke extra für Kindergeräte gegründet.

Die Firma Bikestar hat ganz unterschiedliche Roller für eigentlich jede Altersstufe im Programm, angefangen bei den Dreijährigen bis hin zu Grundschülern/-innen. Die Roller sind gut verarbeitet und robust, auf Sicherheit ausgelegt und machen viel Spaß.
Globber fällt bei den Kinderrollern mit ausgefallenen Designs auf. Die Geräte sind gut verarbeitet, nicht ganz kostengünstig, aber robust und lange nutzbar.

Leichte Materialien dominieren, und die jeweilige Gestaltung lässt ahnen, dass Scooter nicht nur Spaß machen, sondern Lifestyle sind. Auch für Kinder.

Puky ist der Spezialist für mobile Kids. Angefangen von Fahrzeugen für die Einjährigen, die gerade laufen gelernt haben, bis hin zu Fahrrädern für Grundschüler/-innen gibt es von diesem Hersteller alles. Kinderroller verschiedener Art für Zweijährige bis hin zu Achtjährigen sind da keine Ausnahme.

Robuste, eher schwere Materialien, die auch die Kinder und Enkel noch überleben, sind Programm, und natürlich wird die Sicherheit bei diesem Hersteller groß geschrieben. Die Geräte sind nicht ganz kostengünstig, aber qualitativ sehr hochwertig.

Wo kaufe ich meinen Kinderroller am Besten?

Kinderroller - Kauf im InternetEs gibt generell zwei Möglichkeiten, einen Roller für Kinder zu erwerben: im Internet oder im lokalen Sportfachhandel. Letzterer ist allerdings oft doch keine Option, denn das Sortiment ist in der Regel eingeschränkt, die Preise sind höher als im Internethandel, und in Sachen Zahlung, Lieferung und Garantie haben die Händler online inzwischen gleichgezogen.

Dazu kommt, dass die Beratung im Internet oft auch noch besser ist als im Fachhandel vor Ort: Per Telefon, E-mail oder Live-Chat kann man mit Experten in Kontakt treten und sich genauestens beraten lassen.

Der einzige Vorteil, den der Fachhandel vor Ort nach wie vor bietet, ist, dass die Sportgeräte angeschaut, angefasst und oft sogar ausprobiert werden können, bevor sie gekauft werden.

Das ist beim Internetversandhandel etwas aufwendiger und in der Regel mit einer kostenpflichtigen Rücksendung bei Nichtgefallen verbunden. Wer das umgehen will, kann sich im Internet schlau machen und den Fachhändler seines/ihres Vertrauens bitten, das gewünschte Gerät zur Probe in die Filiale zu bestellen – viele Händler machen das und sehen den Internetversand als eine Art Erweiterung des eigenen Sortiments an.

Die Geschichte des Kinderrollers

Der Kinderroller war eigentlich ursprünglich gar kein Kinderroller, sondern ein Fortbewegungsmittel für die arbeitende Bevölkerung. Als Roller wurde vor etwas mehr als hundert Jahren ein Gefährt bezeichnet, das aus einigen zusammengenagelten Brettern mit zwei Rollen darunter bestand. Gelenkt wurde das Ding durch Gewichtsverlagerung, und luxuriöse Ausführungen hatten vorne noch ein senkrecht angebrachtes Brett, an dem man sich festhalten konnte.

Komfortabel wie die heutigen Roller war das nicht, und sicherlich wurden auch nicht die gleichen Geschwindigkeiten erreicht. Da es noch kaum öffentliche Verkehrsmittel gab und das Auto nicht verbreitet war, bedeutete ein Roller schon enorme Mobilität.

Bald entwickelten sich aus den instabilen Rollen große, luftgefüllte Reifen. Die ermöglichten Fahrten in unebenem Gelände, weshalb man diese Form heute auch Mountain Scooter nennt. Das Gefährt wurde mehr und mehr zu einem Fortbewegungsmittel für Kinder und Jugendliche, während die Erwachsenen, die ernsthaft vorwärts kommen wollten, eher ein Fahrrad oder eben doch Kutschen oder Autos benutzten.

Die Welt wurde zunehmend mobiler, und der Roller wurde zu einem Kinderfahrzeug. Einen richtigen Entwicklungsschub gab es in den 1990er Jahren, als sich in Finnland der Tretroller als Sportgerät entwickelte: Der vordere Reifen dieses Rollers ist größer als der hintere, und damit können enorme Geschwindigkeiten erreicht werden. Sportliche Meisterschaften finden immer noch regelmäßig statt.

Die klappbaren Scooter aus leichten, aber robusten Materialien, wie wir sie heute kennen, kamen gegen Ende der 1990er Jahre in der Schweiz auf. In den USA, in Deutschland und Japan wurden sie schnell sehr beliebt, und das hatte natürlich eine rasante Weiterentwicklung zur Folge.

Modelle mit drei oder vier Rädern, mit Wippantrieb, als Wavescooter und Kickboard wurden entwickelt, und aus dem einstigen Fortbewegungsmittel wurde ein Trendsportgerät für Jugendliche und Erwachsene.

Wirklich für Kinder sind heute eigentlich nur die klassischen Kinderroller und die Mini- oder Micro-Scooter. Alles andere fällt eher in den Bereich Sportgeräte für Jugendliche.

Die Pflege des Rollers

Ein Roller ist ein Sportgerät, das sauber und rein gehalten werden sollte. Eigentlich sind die Fahrzeuge eher für trockene Witterung ausgelegt – sollte der Roller doch einmal nass werden, muss er vor dem nächsten Einsatz sorgfältig getrocknet werden. Staub, Schlamm und Steinchen sollten regelmäßig nach der Nutzung entfernt werden.

Klares Wasser und ein weiches Tuch reichen zur Reinigung aus. Der Scooter sollte mit einem feuchten Tuch abgerieben werden, vor allem im Klappmechanismus ist Staub ein Ärgernis. Hartnäckiger Schmutz kann mit einem Schwamm und notfalls etwas Spülmittel entfernt werden. Und die beweglichen Teile lassen sich mit etwas Silikonöl ganz gut pflegen.

Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Kinderroller

… beinhaltet, dass vor allem jüngere Kinder erst einmal nur unter der Aufsicht von Erwachsenen fahren. Der Helm sollte Pflicht sein, und natürlich müssen kleine Kinder wie beim Fahrradfahren anfangs gehalten werden – sie können das Gleichgewicht noch nicht alleine halten.

Ob bei einem eher langsamen, kleinen Kickboard oder Scooter für Dreijährige auch ein Schonerset benötigt wird, liegt im Ermessen der Erziehungsberechtigten. Bei allen Stunt-Scootern sollte das Tragen von Schutzausrüstung selbstverständlich sein, denn der Test 2017 bewies, welche Kräfte bei einem Sturz auf die Gelenke wirken.

Kinderroller, Scooter und Stunt-Scooter sind keine Verkehrsmittel im Sinne des Gesetzes, daher dürfen sie nur auf dem Gehweg benutzt werden. Fahrradwege und Straßen sind tabu, und selbstverständlich muss Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer/-innen genommen werden.

Nützliches Zubehör

fest sitzender, unter dem Kinn mit einem Riemen verschließbarer HelmViel Zubehör braucht man für den Kinderroller eigentlich nicht, aber das, was man braucht, ist um so wichtiger. Es geht um die Sicherheit. Ein fest sitzender, unter dem Kinn mit einem Riemen verschließbarer Helm sollte Pflicht sein, und gerade für Stunt-Scooter machen Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner Sinn. Damit lassen sich Stürze zwar nicht vermeiden, die Folgen derselben allerdings schon.

Für einen klappbaren Roller macht ein Tragegurt Sinn, so dass der Scooter über die Schulter gehängt werden kann. Extravagantes Zubehör wie Bremsen zum Aufrüsten, Blinker, Hupen und Reflektoren gibt es im Fachhandel, und natürlich sind da auch Ersatzteile wie Reifen, Rollen, Gummireifen, Achsen, Trittbretter, Griptape und mehr erhältlich.

Alternativen zum Kinderroller

Es gibt eigentlich keine Alternative für Kinder, die im Test motorisch in genau der Art und Weise fordert und fördert, wie es der Kinderroller tut. Natürlich können kleine Kinder ein Laufrad benutzen, mit dem Fahrrad den Gleichgewichtssinn trainieren oder auf dem Skateboard Balance üben – der Roller ist trotzdem etwas anderes.

Für Grundschüler/-innen und Jugendliche gibt es da schon mehr Möglichkeiten, und einen Teil haben wir hier auch vorgestellt. Kickboard, Wavescooter und sogar der Wipproller sind spaßige und sehr sportliche Alternativen zum klassischen Roller. Wenn es nur um coole Moves und Gleichgewicht geht, kommen natürlich auch Waveboard, Snakeboard, Inline-Skates oder ein Indo-Board in Frage.

Weiterführende Links und Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Tretroller

https://de.wikipedia.org/wiki/Kickboard

https://www.verkehrswacht-medien-service.de/kickboard.html

http://www.gib-acht-im-verkehr.de/0002_verkehrssicherheit/0002f_fahrrad/kickboard.htm

Aktuelle Vergleiche

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (387 votes, average: 4,90 out of 5)
Loading...

Copyright © 2015 - Top10Vergleich.org | Datenschutz & Bildnachweis | Impressum