Mischpult Test 2017 – die 10 besten Mischpulte im Vergleich

Das Gartenfest mit Musik, die Konzerte in der Schulaula oder der Proberaum der Band: Zu unterschiedlichen Anlässen und an verschiedenen Orten sorgt das Mischpult für einen ausgewogenen Klang.

Unser ausführlicher Mischpult Test bewertet nicht nur die unterschiedlichen Modelle, sondern erklärt Ihnen auch alle relevanten Eigenschaften eines Mischpults und beleuchtet die Hintergründe.

In der übersichtlichen Tabelle stellen wir alle getesteten Mischpulte einander gegenüber. So beurteilen Sie schnell, welches Modell Ihre Anforderungen erfüllt.

 

Aktuelle Vergleichstabelle

1Das Mischpult Behringer 1204FX Xenyx ist der Vergleichssieger 2017Behringer 1204FX Xenyx Mischpult

Kundenbewertung:
Zum Anbieter
Top10 Bewertung
99%
"sehr gut"
Behringer
1204FX Xenyx Mischpult
Vorteile
  • USB-/Audio-Interface
  • 12-Kanal 2/2-Bus Mixer verfügt über 4 XENYX Mic Preamps
  • Internes 24 Bit Multieffektgerät
  • 2 multi-funktionale Main Mix-Ausgänge mit vergoldeten XLR-Anschlüssen

Nachteile
  • keine

  1. Technische Details



    • 12-Kanal 2/2-Bus Mixer verfügt über 4 XENYX Mic Preamps

    • British EQs und USB Audio-Interface

    • 2 Subgruppen , 2 multi-funktionale Main Mix-Ausgänge mit vergoldeten XLR-Anschlüssen

    • Kopfhörer- und Stereo Tape-Ausgänge

    • Lieferumfang: Behringer XENYX 1204 Mischpult, Anleitung




    • Artikelgewicht: 2,6 kg

    • Produktabmessungen: 32,8 x 27 x 9,7 cm

    • Anzahl Kanäle (Mix): 12



2Das Skytec STM-2300 DJ-Mischpult belegt Platz 2Skytec STM-2300 DJ-Mischpult

Kundenbewertung:
Zum Anbieter
Top10 Bewertung
93%
"sehr gut"
Skytec
STM-2300 DJ-Mischpult
Vorteile
  • Anschlussmöglichkeiten für alle gängigen Audioquellen
  • USB-Port
  • solides Metallgehäuse
  • geringes Gewicht

Nachteile
  • Bedienungsanleitung nur in englisch
  1. Technische Details



    • Anschlüsse: USB-Port, 2 x Stereo-Cinch-Line-Phono-Eingang, Stereo-Cinch-Line-Eingang,
      6,3mm-Klinken-Mikrofon-Eingang, 6,3mm-Klinken-Kopfhörer-Ausgang, 2 x Stereo-Cinch-Line-Ausgang

    • MP3-Bediensektion

    • Kopfhörerlautstärke Regler

    • Cue Mix Regler

    • 3 Linefader

    • 1 Crossfader




    • Phono/Line Schalter

    • Line/USB Schalter

    • rutschhemmende Standfüße aus Gummi

    • Abmessungen: 18 x 8,5 x 24 cm (BxHxT)

    • Gewicht: ca. 750 g



3Das Lotronic DJ21USB-BT Mischpult belegt Platz 3
Lotronic DJ21USB-BT Mischpult

Kundenbewertung:
Zum Anbieter
Top10 Bewertung
90%
"gut"
Lotronic
DJ21USB-BT Mischpult
Vorteile
  • USB-Port
  • Bluetooth-Schnittstelle
  • Kopfhörer-Ausgang mit Cue-Funktion
  • ultrakompakt

Nachteile
  • keine
  1. Technische Details



    • Anschlüsse: 1 x USB-Port, 1 x Stereo-Cinch-Line-Eingang, 2 x Stereo-Cinch-Phono/Line-Eingang,
      2 x 6,3mm-Klinken-Mikrofon-Eingang, 1 x Stereo-Cinch-Master-Ausgang, 1 x 6,3mm-Klinken-Kopfhörer-Ausgang

    • MP3-Bediensektion

    • LED VU-Meter

    • Linefader

    • Crossfader

    • Cue Wahlschalter




    • ultrakompaktes 4-Kanal-Mischpult mit schaltbaren Line- und Phono-Eingängen

    • Bluetooth-Schnittstelle für Musikwiedergabe von Smartphone, Tablet oder Computer

    • USB-Port zur Musikwiedergabe von Datenträgern wie USB-Sticks und MP3-Playern

    • Abmessungen: 33 x 15 x 6 cm

    • Gewicht: 1,1 kg



4Das Behringer XENYX 802 Mischpult belegt Platz 4Behringer XENYX 802 Mischpult

Kundenbewertung: 4.2 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
87%
"gut"
Behringer
XENYX 802 Mischpult
Vorteile
  • 8-Kanal 2-Bus Ultra Low-Noise Analogmixer
  • 2 XENYX Mic Preamps
  • Post Fader FX Send pro Kanal
  • Main Mix-Ausgang

Nachteile
  • kein USB-Anschluss
  1. Technische Details



    • 8-Kanal 2-Bus Ultra Low-Noise Analogmixer

    • 2 XENYX Mic Preamps

    • Post Fader FX Send pro Kanal

    • Main Mix-Ausgang




    • separate Control Room-, Kopfhörer- und Stereo CD/Tape- Ausgänge

    • British EQs (XENYX 502: 1 British EQ)

    • Abmessungen: 22 x 18,9 x 4,7 cm

    • Gewicht: 2 kg




5Das Ibiza DJ21USB-MKII Mischpult schafft es auf Platz 5
Ibiza DJ21USB-MKII Mischpult

Kundenbewertung:

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
85%
"gut"
Ibiza
DJ21USB-MKII Mischpult
Vorteile
  • USB-Eingang
  • übersichtliche Armatur
  • leichte Bedienung
  • Talkover-Funktion
  • extrem kompaktes Gerät

Nachteile
  • keine
  1. Technische Details



    • 4-Kanal USB-Mischpult

    • USB-Eingang für das direkte Lesen von MP3s

    • Eigenständige USB-Steuersektion

    • Mikrofon-Sektion mit 2 x Mikrofoneingang

    • Talkover-Funktion




    • Metallgehäuse

    • Extrem kompaktes Gerät für die Rack-Montage

    • Abmessungen: 320 x 150 x 70 cm

    • Gewicht: 1,6 kg



6Das Pronomic M-502 Live/Studio Mischpult belegt Platz 6
Pronomic M-502 Live/Studio Mischpult

Kundenbewertung:
Zum Anbieter
Top10 Bewertung
84%
"gut"
Pronomic
M-502 Live/Studio Mischpult
Vorteile
  • professioneller 5-Kanal Mixer
  • Trim-Regler und 2-Band EQ im Mono-Kanal
  • robuste Bauweise
  • leichtes Material

Nachteile
  • kein USB-Anschluss

  1. Technische Details



    • 5-Kanal Mixer, 1 Mono-Kanal XLR/Klinke-Eingang, 2 Stereo-Kanäle Klinke Trim-Regler im Mono-Kanal

    • 2-Band EQ, Clip-LED, Level und Pan/Bal-Regler, CD/Tape In/Out, 48V Phantomspeisung

    • LED Pegel-Anzeige, Main Out 6,3mm Klinke unsymmetrisch, Kopfhörerausgang 6,3mm Klinke

    • Stromversorgung über externes Netzteil




    • Maße (BxHxT): 125 x 45 x 195 mm

    • Gewicht: 0,7 kg, inklusive Netzteil



7Das DJ Mischpult Party Musik Mixer MX-200USB schafft es auf Platz 7DJ Mischpult Party Musik Mixer MX-200USB

Kundenbewertung: 5.0 von 5
Zum Anbieter
Top10 Bewertung
82%
"gut"
DJ Mischpult
Party Musik Mixer MX-200USB
Vorteile
  • Anschlussmöglichkeiten für alle gängigen Audioquellen
  • USB-Eingang
  • leichtgängige Schieberegler
  • einfache Handhabung

Nachteile
  • keine
  1. Technische Details



    • mit USB/MP3 Player

    • ULN (Ultra Low-Noise)

    • Mikrofon Eingang:20 mv, unsymmetrisch

    • LINE Eingang 1 und 2:0.8 V, unsymmetrisch

    • Hauptsignalausgang:max. 5 V (LINE IN)

    • Kopfhörer:300 mW @ 1% THD




    • Frequenzgang:20Hz - 20kHz

    • Netzteil im Lieferumfang enthalten

    • Maße (H x B x T): 40 x 150 x 140 mm



8Das Auna TMX-2211 3/2-Kanal DJ Mixer Mischpult schafft es auf Platz 8Auna TMX-2211 3/2-Kanal DJ Mixer Mischpult

Kundenbewertung:
Zum Anbieter
Top10 Bewertung
80%
"befriedigend"
Auna
TMX-2211 3/2-Kanal DJ Mixer Mischpult
Vorteile
  • übersichtliche Armatur
  • kompakte Abmessungen
  • geeignet zum Rack-Einbau
  • wertige Drehregler

Nachteile
  • fehlende Vorhörfunktion
  • kein USB-Anschluss
  1. Technische Details



    • Anschlüsse: 6,3mm-Klinke-Kopfhörer-Ausgang, 2 x 6,3mm-Klinke-Mikrofon-Eingang, 2 x Phono-Line-Cinch-Eingang (schaltbar), 1 x Cinch-Line-Eingang,1 x Cinch-Line-Out-Ausgang | Mikrofon-Lautstärke und Mikrofon-Pan stufenlos regelbar | Kopfhörer-Lautstärke stufenlos regelbar

    • Mikrofon-Lautstärke und Mikrofon-Pan stufenlos regelbar

    • Kopfhörer-Lautstärke stufenlos regelbar

    • Talkover-Funktion (-12 dB Absenkung)




    • Stereo- und Mono-Arbeitsmodus

    • Abmessungen: 23 x 6 x 13 cm

    • Gewicht: ca. 0,7 kg



9Das Resident DJ TMX2211 3/2-Kanal DJ Mixer Mischpult belegt Platz 9Resident DJ TMX2211 3/2-Kanal DJ Mixer Mischpult

39,99 Euro
Listenpreis: EUR 39,99
Kundenbewertung: 3.3 von 5
Zum Anbieter
Top10 Bewertung
79%
"befriedigend"
Resident DJ
TMX2211 3/2-Kanal DJ Mixer
Vorteile
  • leichter Aufbau und Bedienung
  • übersichtliche Armatur
  • leichtgängige Fadern
  • stabiles Metall-Chassis

Nachteile
  • fehlende Vorhörfunktion
  • kein USB-Anschluss
  1. Technische Details



    • Anschlüsse: 6,3mm-Klinke-Kopfhörer-Ausgang, 2 x 6,3mm-Klinke-Mikrofon-Eingang, 2 x Phono-Line-Cinch-Eingang, 1 x Cinch-Line-Eingang,1 x Cinch-Line-Out-Ausgang | Mikrofon-Lautstärke und Mikrofon-Pan stufenlos regelbar | Kopfhörer-Lautstärke stufenlos regelbar

    • Mikrofon-Lautstärke und Mikrofon-Pan stufenlos regelbar

    • Kopfhörer-Lautstärke stufenlos regelbar

    • Level-Meter




    • Talkover-Funktion (-12 dB Absenkung)

    • Abmessungen: 23 x 6 x 13 cm

    • Gewicht: Gewicht: 1 kg



10Das Pepperdecks DJOCLATE Pocket Size Mischpult belegt den letzten PlatzPepperdecks DJOCLATE Pocket Size Mischpult

Kundenbewertung:
Zum Anbieter
Top10 Bewertung
75%
"befriedigend"
Pepperdecks
DJOCLATE Pocket Size Mischpult
Vorteile
  • klein und mobil
  • keine Akkus oder Netzanschluss nötig
  • auch in Kombination mit professionellen Mischpulten verwendbar

Nachteile
  • kein USB-Anschluss
  1. Technische Details



    • Mischen Sie ihre Musik nahtlos mit zwei professionellen Fadern

    • Bass-kill Tasten für beide Kanäle

    • Keine Akku oder Netzanschluss!

    • 2 Fader für 2 getrennte Kanäle

    • 2 Bass-Kill Tasten




    • 2 Klinkeneingänge für die Eingangsquellen

    • 1 Klinkenausgang

    • Abmessungen: 12 x 8 x 3 cm

    • Gewicht: 240 g



Was ist ein Mischpult?

Das Grundprinzip eines Mischpults besteht in der Zusammenführung von zwei oder mehr Audiosignalen zu einem Gesamtsignal. Dieses Signal bezeichnen Tontechniker auch als Summe. Also besitzt jedes Mischpult theoretisch mindestens zwei Eingänge und mindestens einen Ausgang. In der Praxis zeichnen sich Mischpulte zumeist durch mehr als einen Ausgang und zwei Eingänge aus.

Während kleine Modelle ungefähr über die Größe eines DIN-A5-Blatts verfügen, messen große Mischpulte bis zu mehreren Metern in der Länge. Entsprechend unterscheiden sich die Pulte in der Anzahl der Eingänge und der Ausstattung. Unabhängig der Größe erfolgt bei jedem Mischpult die Steuerung des Klangs über unterschiedliche Dreh- und Schieberegler. Alle verwendeten Mikrofone und elektrisch verstärkten Instrumente sind per Kabel mit dem Mischpult verbunden. Über das Mischpult steuert ein Tontechniker somit das gesamte Klangbild.

Die Verwendungsbereiche von Mischpulten

Als Bestandteil der Ton- und Veranstaltungstechnik finden Mischpulte bei Musik- und anderen Bühnenveranstaltungen Verwendung. Somit zählen u. a. Klubs für Livemusik, Musikproduktionsstudios, Radiostudios, Theater, Opernhäuser und Kongresssäle zu den Einsatzorten für Mischpulte. Sobald also mehr als ein Mikrofon oder ein elektrisch verstärktes Instrument zum Einsatz kommt, macht die Verwendung eines Mischpults Sinn.

Worin bestehen die Vorteile eines Mischpults?

Worin bestehen die Vorteile eines Mischpults?

Konzerte:

  • Da bei Konzerten die Lautsprecher Richtung Publikum zeigen und zwischen der Band und dem Publikum stehen, hört die Band den Klang aus diesen Lautsprechern nur als Reflektion aus dem Zuschauerraum. Der Tontechniker am Mischpult schaut – wie das Publikum – in Richtung Bühne und hört somit den direkten Klang aus den Lautsprechern. Also erhält der Techniker einen besseren Eindruck des Sounds und kann über das Mischpult eventuell Veränderungen vornehmen. Damit sich die Mitglieder der Band auf der Bühne besser hören können, gibt es kleinere Lautsprecher am Boden der Bühne, die in Richtung der Band zeigen. Diese Lautsprecher heißen Monitorboxen und Tontechniker steuern diese ebenfalls über das Mischpult.

Musik- oder Radiostudio

  • Radiosendungen setzen sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen: die Stimme der Moderatorin oder des Moderators, die Stimmen von Interviewgästen, Musikstücke, vorproduzierte Einspieler etc. Alle diese Audiosignale stammen aus unterschiedlichen Quellen. Ein Mischpult gibt über die Schieberegler direkten Zugriff auf diese Audiosignale. Besonders bei Livesendungen führt kein Weg an dem Mischpult vorbei. Im Musikstudio laufen ebenfalls alle Audiosignale im Mischpult zusammen. Beim Mischen im Musikstudio steht jedoch die Aufnahme der Musik im Mittelpunkt.

DJ-Auftritte

  • Erst der DJ-Mixer ermöglicht das Mischen der Musikstücke, sodass ein ununterbrochener Mix entsteht. Ohne diese Art des Mischpults wäre das DJing nicht möglich.

Zusammenfassung der Vorteile

  • Das Mischpult gibt zentrale Kontrolle über verschiedene Audiosignale.
  • Zudem verbessert das Mischpult die Klangqualität, sodass ein ausgewogener Gesamteindruck entsteht.
  • Die Nutzung eines Mischpults erfordert keine Software und macht somit einen Computer überflüssig.

Zusammenfassung der Nachteile

  • Aufgrund der vielen Knöpfe und Regler erfordert ein Mischpult etwas Zeit der Einarbeitung.

Wie funktioniert ein Mischpult?

Mischpulte ordnen jedem Eingang einen Kanal zu. Dabei gibt es neben Stereokanälen auch Kanäle für Monosignale. Das Audiosignal durchläuft verschiedene Abschnitte, die der Veränderung des Signals dienen. Am Schluss gelangen die Signale aller Kanäle zum zentralen Ausgang: Hier tritt das gemischte Gesamtsignal aus. Diesen „Weg“ des Audiosignals bezeichnen Tontechniker als Signalweg. Durch die Anordnung der Drehknöpfe und des Schiebereglers in einer Linie untereinander verdeutlichen Hersteller diesen Signalweg auf der Bedienoberfläche des Mischpults. Oben befindet sich die Eingangsbuchse und dann „läuft“ das Signal bis nach unten zum Schieberegler.

Die einzelnen Abschnitte des Signalwegs

Die Eingangsbuchsen

Die Eingänge nehmen Mikrofon- oder Instrumentenkabel auf. Hierbei unterscheiden Hersteller zwei unterschiedliche Buchsen. Über diese Eingänge gelangen die Audiosignale in das Mischpult.

Unser Mischpult Test erklärt die verschiedenen Buchsen und Kabel im Abschnitt Nützliches Zubehör.

Der Gain-Regler

Zunächst gelangt das Signal zum Gain-Regler. Dieser dient zur Grundverstärkung und Angleichung der verschiedenen Signale.

Der Abschnitt Ein Mischpult richtig anschließen gibt weitere Information zur Verwendung des Gain-Reglers.

Der Equalizer

Der Equalizer besteht zumeist aus drei Drehknöpfen: Jeweils ein Knopf regelt die Bässe, Mitten und Höhen des Audiosignals. Somit gibt der Equalizer die Möglichkeit, bestimmte Frequenzen des Signals zu verstärken oder abzuschwächen.

Die AUX- oder FX-Drehregler

Mithilfe dieses Reglers lässt sich ein externes Effektgerät einschleifen. Zudem ermöglichen diese AUX-Wege, ein Signal an Monitorlautsprecher zu schicken.

Bei den FAQs gibt unser Mischpult Test 2017 genau Hinweise zur Benutzung dieser Funktion.

Der Panorama-Regler

Die einzelnen Abschnitte des SignalwegsDer Panorama-Regler passt das Stereobild des Signals an. Somit lässt sich das Signal im Stereobild nach rechts oder links verschieben. Diesen Regler bezeichnen Tontechniker auch als Panpot.

Die Mute- und Solo-Tasten

Die Mute-Taste schaltet den jeweiligen Kanal aus. Nach Drücken der Solo-Taste eines Kanals erklingt nur dieser eine Kanal: Alle anderen Kanäle werden automatisch auf stumm geschaltet.

Die PFL-Taste

Die Abkürzung steht für den englischen Ausdruck pre fader listening und bezeichnet das „Abhören vor dem Fader“. Mithilfe dieser Taste lässt sich der Kanal zum Vorhören auf den Kopfhörerausgang legen, obwohl der Fader für die Lautstärke des Kanals geschlossen ist. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, einen Kanal anzuhören, der nicht Teil des Gesamtsignals ist.

Die Tasten für Subgruppen

Bei aufwendigen Mischpulten lassen sich die einzelnen Kanäle verschiedenen Subgruppen zuordnen.

Der Fader

Der Fader (Schieberegler) regelt die Lautstärke des Kanals und bestimmt somit die Lautstärke des jeweiligen Audiosignals im Gesamtsignal. Für diese Funktion verwenden Hersteller bei Kompaktmixern zum Teil auch Drehregler.

Tasten für die Phantomspeisung

Diese Tasten schalten die Phantomspeisung für Kondensatormikrofone ein. Bei einigen Mischpulten besteht nur die Möglichkeit, die Phantomspeisung für mehrere Kanäle gleichzeitig zu aktivieren.

Am Ende jedes Kanals

Die einzelnen Kanäle ordnen Hersteller nebeneinander an. Aufgrund der aufgereihten Drehregler ist der Kanalbereich eines Mischpults sofort erkennbar. Bei den meisten Mischpulten befindet sich dieser Bereich auf der linken Seite der Bedienfläche. Wenn das Signal eines Kanals den unteren Fader passiert hat gelangt es – zusammen mit den Signalen aus den anderen Kanälen – in den Masterbereich.

Der Masterbereich

Diesen Bereich ordnen die Hersteller fast immer auf der rechten Seite des Mischpults an. Hier befindet sich der Masterfader für die Lautstärke des Gesamtsignals. Wenn das Mischpult über Subgruppen verfügt, befinden sich die zugehörigen Fader für diese Gruppen neben diesem Masterfader. Im oberen Bereich des Masterbereichs positionieren die Hersteller alle Ausgänge.

Dazu zählen neben dem Ausgang für das Gesamtsignal (Main Out) auch die Buchsen für den Kopfhörer, die Monitorbuchsen und die AUX-Ausgänge. Die AUX-Eingänge platzieren Hersteller zumeist neben den zugehörigen Eingängen an. Zudem gehört zum Masterbereich der Pegelmesser, den viele Hersteller als vertikale Reihe von unterschiedlich farbigen LEDs realisieren. Falls das Mischpult über eingebaute Effekte verfügt, lassen sich diese ebenfalls im Masterbereich auswählen und einstellen.

Wir erklären die genaue Verkabelung eines Mischpults weiter unten in einem eigenen Kapitel!

Die Besonderheit des DJ-Mischpults

Das DJ-Mischpult besitzt im Gegensatz zu anderen Mischpulten einen Crossfader, der zwischen beiden Kanälen hin- und herblendet.

Welche Arten von Mischpulten gibt es?

Welche Arten von Mischpulten gibt es?PA-Mischpult

Die Abkürzung PA steht für den englischen Ausdruck public address, der sich frei als „öffentliche Ansprache“ übersetzen lässt. Somit findet diese Art des Mischpults vor allem bei Konzerten und anderen Bühnenveranstaltungen Verwendung.

Das PA-Mischpult dient hierbei der Steuerung der PA-Anlage. Während der gesamten Veranstaltung bedient ein Tontechniker das PA-Mischpult live und sorgt immer für optimalen Klang. Aus diesem Grund heißen diese Mischpulte teilweise auch Live-Mischpulte. Diese Mischpulte besitzen mindestens 16 Kanäle und immer Ausgänge mit der Bezeichnung „Monitor Out“ (auch über die Anschlüsse „Control Room“ realisierbar).

Über diese Ausgänge gelangt das getrennt steuerbare Audiosignal auf die Monitorboxen. Das gemischte Gesamtsignal führt zur PA-Anlage. Die Eingangsbuchsen für die verschiedenen Kanäle befinden sich bei dieser Art des Mischpults häufig auf der Oberseite. Somit findet das PA-Mischpult im Kontext von Konzerten und anderen Bühnenaufführungen
Verwendung. Dabei setzt diese Art Mischpult eine bestehende PA-Anlage (Verstärker und Lautsprecher) voraus.

Recording-Mischpult

Das Recording-Mischpult ähnelt sehr stark dem PA-Mischpult. Allerdings nutzen Musikproduzenten diese Art Mischpult im Studio zur Aufnahme von Musik. Somit führt das gemischte Gesamtsignal nicht zu einem Verstärker, sondern zum Stereo-Masterrecorder. Das Abhören durch den Musikproduzenten oder Toningenieur erfolgt über Monitorboxen im Kontrollraum.

Recording-Mischpulte verfügen über 48 Kanäle und mehr. Diese Kanaleingänge ordnen Hersteller bei einem Recording-Mischpult häufig auf der Rückseite des Geräts an. Da diese Mischpulte zum festen Bestandteil eines Tonstudios gehören, erfolgt selten eine komplette Neuverkabelung der verschiedenen Kanäle. Zudem besitzen sie grundsätzlich mehrere AUX- oder Send-Ausgänge, über die sich die Audiosignale der einzelnen Kanäle durch externe Effektgeräte schicken lassen. Somit richten sich Recording-Mischpulte überwiegend an Musikproduzenten.

Powermixer

Bei Powermixer handelt es sich um ein Mischpult mit integrierter Endstufe (Verstärker). Somit lassen sich Lautsprecher direkt an das Gerät anschließen. Der Funktionsumfang entspricht ansonsten dem eines regulären Mischpults. Da Powermixer keine Verstärkeranlage erfordern, finden sie häufig bei kleineren Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen Verwendung.

Da Eventveranstalter von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort oft unterschiedliche Voraussetzungen vorfinden, nutzen sie häufig einen Powermixer: Sie halten den Aufwand für den Aufbau der Beschallungsanlage sehr gering.

Mischpulte (Mixer) für DJs

DJs nutzen spezielle Mischpulte, um aus einzelnen Musikstücken oder Tracks einen ununterbrochenen „Musikstrom“ zu mischen. Häufig heißen DJ-Mischpulte auch Mixer. Diese Geräte besitzen zwei Eingänge, an denen sich Platten- oder CD-Spieler anschließen lassen – verschiedene Modelle besitzen drei Eingänge bzw. Kanäle.

Mittlerweile statten viele Hersteller ihre Modelle auch mit USB-Anschlüssen oder Slots für Speicherkarten aus, um DJs die Möglichkeit zu eröffnen, auch digitale Musikdateien zu mischen.

Jeder Kanal besitzt einen Equalizer, einen Lautstärkeregler (Linefader) und eine Vorhörfunktion. Über den Kopfhörer hören DJs in ein Musikstück hinein, während für die Zuhörer ein anderes Stück läuft. Das wichtigste Bedienelement eines DJ-Mixers stellt der Crossfader dar: Durch Hin- und Herschieben dieses Reglers überblenden DJs die beiden Kanäle. Der Crossfader hebt somit die Lautstärke eines Kanals an und senkt gleichzeitig die Lautstärke des anderen Kanals. Im Gegensatz zu PA-und Recording-Mischpulten besitzen DJ-Mixer keine Kanäle mit Phantomspeisung für Mikrofone. Somit sind diese Mischpulte für DJs optimiert und ersetzten kein Recording- oder PA-Mischpult.

Die Besonderheit des DJ-Mischpults

So haben wir die Mischpulte getestet?

So haben wir die Mischpulte getestet?Unser Mischpult Test 2017 umfasst verschiedene Kategorien. Aus der Addition der Vergleichsergebnisse in diesen einzelnen Kategorien ergibt sich das Gesamtergebnis.

Die Ausstattung

Wir vergleichen den Funktionsumfang der einzelnen Mischpulte. Allerdings führen mehr Kanäle nicht automatisch zu einer besseren Bewertung. Vielmehr beurteilen wir die Ausstattung der einzelnen Kanäle. AUX-Wege beurteilen wir positiv. Für die Lautstärke jedes Kanals einen Drehregler zu verwenden, spart Platz und ermöglicht somit kleinere Mischpulte. Allerdings gestaltet sich die Bedienung eines Schiebereglers (Fader) viel einfacher. Teilweise sparen Hersteller in diesem Bereich der Ausstattung.

Auch der Pegelmesser zählt zu diesen Bereichen: Einige Modelle besitzen nur vier LEDs, wodurch das Einpegeln der Kanäle nur sehr ungenau gelingt. Eingebaute Effekte führen nicht sofort zu Pluspunkten in der Bewertung. Nach einem Ausprobieren der Effekte im Test entscheiden wir, ob diese für die Praxis Sinn machen. Teilweise statten Hersteller Mischpulte mit qualitativ minderwertigen Effekten aus, nur um in der Produktbeschreibung Effekte auflisten zu können. Somit testen wir, ob die Mischpulte auch im Praxistest halten, was die Produktbeschreibungen versprechen.

Materialien und Verarbeitungsqualität

Zum einen begutachten wir das Gehäuse und zum anderen testen wir ausgiebig die Drehregler und Schieberegler. Besonders bei den wichtigen Bedienelementen offenbart sich schnell die Verarbeitungsqualität des Mischpults.

Diese sollten sich reibungslos bedienen lassen und nicht haken. Gleichzeitig dürfen diese Bedienelemente nicht zu leichtläufig sein, da sie sich sonst zu schnell unbeabsichtigt verstellen. Zudem erweist sich ein kleiner Widerstand bei der Nullposition des Reglers als hilfreich.

Eine überzeugende Verarbeitungsqualität verspricht eine lange Lebensdauer und Zuverlässigkeit in der Benutzung. Besonders bei Liveveranstaltungen hat der plötzliche Ausfall des Mischpults unerwünschte Folgen.

Die Klangqualität

Für unseren Test schließen wir an jedes Mischpult die gleichen Mikrofone und Instrumente an, um die Klangqualität der einzelnen Modelle zu vergleichen. Damit wir ein zuverlässiges Ergebnis erhalten, verwenden wir immer dieselbe Endstufe. Beim Test der Klangqualität beurteilen wir zum einen die Qualität des Equalizers und zum anderen die Klarheit des Gesamtsounds. Außerdem achten wir auf ein leises Grundbrummen oder Rauschen, das nicht für die Qualität des jeweiligen Mischpults spricht.

Das Gesamturteil

Nach der Bewertung jedes Mischpults in diesen Kategorien entsteht ein abschließendes Gesamturteil. Da jedes Modell Stärken und auch Schwächen besitzt, erweist sich für Sie nicht automatisch der Mischpult Vergleichs-Testsieger als optimales Modell. Deshalb beschreiben wir im folgenden Kapitel, worauf Sie beim Kauf eines Mischpults achten sollten.

Worauf muss ich beim Kauf eines Mischpults achten?

Worauf muss ich beim Kauf eines Mischpults achten?

Das Wichtigste zu erst: Kaufen Sie ein Mischpult, das dem gewünschten Verwendungszweck entspricht! Für das DJing macht nur ein DJ-Mischpult Sinn. Ebenso eignen sich Recording-Mischpulte am besten für den Einsatz im Heimstudio und PA-Mischpulte für den Liveeinsatz.

Welches ist die richtige Größe?

Überlegen Sie, wie viele Mikrofone bzw. Instrumente Sie über das Mischpult steuern wollen? Wählen Sie dann ein Mischpult mit der entsprechend Kanalanzahl. Allerdings erweist sich eine Reserve von zwei bis drei Kanälen oft als sinnvoll.

Achtung bei der angegebenen Anzahl der Kanäle!

  • Bei einigen Herstellern verbirgt sich hinter der Bezeichnung „5-Kanal-Mischpult“ ein Pult, das einen Mikrofoneingang und vier Monoeingänge besitzt. Jeweils zwei Monokanäle lassen sich zumeist als Stereokanal nutzen. Also besitzt das „5-Kanal-Mischpult“ neben dem Mikrofoneingang wahlweise zwei Stereokanäle oder vier Monokanäle.

Weitere Auswahlkriterien

Bevorzugen Sie im Zweifel Modelle, deren Kanäle einen Schieberegler zur Einstellung der Lautstärke besitzen. Bezüglich des Pegelmessers achten Sie auf eine möglichst detaillierte Anzeige (Anzahl der LEDs).

Der Vergleichssieger 2017:

Kurzinformation zu führenden Herstellern

Der Tontechniker Uli Behringer gründete das Unternehmen im Jahr 1989. Zunächst erfolgte die Produktion in Deutschland, bevor das Unternehmen die Fertigung nach China verlagerte. Im Jahr 2002 eröffnete Behringer sogar eine eigene Produktionsstätte in China.

Heute gehört Behringer zu den bekanntesten Herstellern von Audiotechnik weltweit und produziert nicht nur diverse Mischpulte und Mixer, sondern auch Mikrofone, Lautsprecher, Verstärker unterschiedlicher Art und Signalprozessoren (Effektgeräte). Behringer hat sich zum Ziel gesetzt, erschwingliche Audiotechnik zu produzieren, sodass alle Musiker ihr eigenes Talent voll ausschöpfen können.

Greg Mackie begann, Gitarrenverstärker in seiner Freizeit zu bauen. Durch die Gründung der Unternehmen TAPCO und AudioControl in den 1970er-Jahren machte er sein Hobby zum Beruf. Im Jahr 1988 rief Greg Mackie ein weiteres Unternehmen ins Leben.

Unter dem Markenname Mackie brachte das Unternehmen ab 1991 die ersten kompakten Mixer auf den Markt. Mit diesen Produkten bot das Unternehmen eine Alternative zu den billigen Modellen aus Massenproduktion und den teuren Studiomischpulten für den professionellen Bereich. Neben Mischpulten und Mixern fertigt das amerikanische Unternehmen auch Aufnahmegeräte, Verstärker, Lautsprecher und PA-Anlagen.

Yamaha begann im Jahr 1887 mit der Reparatur von Harmonien und machte bereits drei Jahre später erste Schritte als Hersteller von Pianos. Später folgten Orgeln, Gitarren und Synthesizer. Im Jahr 1974 bracht das japanische Unternehmen erstmals auch ein Mischpult (PM-1000) auf den Markt.

Heute zählt Yamaha zu den bekanntesten Herstellern von akustischen und elektronischen Musikinstrumenten weltweit. Neben der beliebten AG-Serie mit kompakten Mischpulten für den Heim- und Hobbybereich produziert das japanische Unternehmen auch große Mischpulte für professionelle Musikstudios.

Pronomic stellt eine Eigenmarke des Musikhauses Kirstein dar. Unter diesem Markennamen vertreibt der bekannte deutsche Händler für Musikinstrumente und -equipment nicht nur Mischpulte, sondern auch PA-Anlagen, Endstufen, Mikrofone und Kabel. Das Sortiment von Pronomic umfasst sowohl kompakte analoge Mischpulte als auch Powermixer.
Diese Eigenmarke des Handelsunternehmens Chal-Tec richtet sich vor allem an Djs. Dabei nutzt der international operierende Händler mit Unternehmenssitz in Berlin ausschließlich Online-Vertriebswege.

Mit Dj-Mixern in unterschiedlichen Preissegmenten richtet sich die Marke sowohl an Anfänger als auch Fortgeschrittene. Alle Produkte von resident dj zeichnen sich durch frisches und modernes Design aus.

Internet vs. Fachhandel: Wo kaufe ich mein Mischpult am besten?

Am besten bestellen Sie Ihr Mischpult bequem über das Internet: Ihnen steht eine größere Auswahl als beim Fachhändler vor Ort zur Verfügung. Unser Mischpult Test 2017 bietet Ihnen alle relevanten Informationen, sodass Sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Zudem erklären wir Ihnen, worauf es sich besonders lohnt, beim Kauf zu achten. Wenn unser Mischpult Vergleichssieger nicht Ihren Erfordernissen entspricht, stehen unterschiedliche Alternativen zur Auswahl.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte des Mischpults

Die Geschichte des Mischpults hängt eng mit der Entwicklung der Musikaufnahme zusammen. Bis Anfang der 1960er-Jahre erfolgten Musikaufnahmen einer Band oder eines Orchesters mit nur einem Mikrofon. Daher bestand keine Notwendigkeit für ein Mischpult: Es gab nur ein Audiosignal. Durch die Positionierung der einzelnen Musiker im Raum beeinflussten Tontechniker die Lautstärke und Balance der einzelnen Instrumente für die Aufnahme. Erst die Entwicklung des 4-Spur-Bandrekorders erforderte ein Mischen unterschiedlicher Audiosignale.

4- und 8-Spur-Bandrekorder

Mit diesen Tonbandrekordern ließen sich das erste Mal mehrere Tonspuren aufnehmen. So bestand die Möglichkeit, den Gesang, die Gitarre, den Bass und das Schlagzeug als jeweils einzelne Spur aufzunehmen. Um diese separaten Spuren zu einer Aufnahme zu vereinen, nutzten Tontechniker erstmals einfache Mischpulte. Diese Technik eröffnete ein weites Feld neuer musikalischer Möglichkeiten. George Martin nutzte diese Aufnahmetechnik bei dem Album „Sgt. Pepper“ von den Beatles im Jahr 1967.

Die ersten Mischpulte mit 32 Kanälen

In den 1970er-Jahren brachten Hersteller Mischpulte mit bis zu 32 Kanälen auf den Markt. Doch nicht nur die Anzahl der Kanäle nahm zu: Jeder Kanal verfügte nun über einen Equalizer und konnte das Audiosignal an externe Effektgeräte schicken. Zudem ließen sich verschiedene Kanäle zu Gruppen zusammenfassen.

Die technische Entwicklung schritt weiter voran. Integrierte Kompressoren, die Automation der Lautstärke und eine computergestützte Wiederherstellung bestimmter Einstellungen machten das State Logic SL4000 zum einflussreichsten Mischpult der 1980er-Jahre. Es bestimmte den Sound vieler Rock- und Popalben aus diesem Jahrzehnt. Noch heute erfreut sich dieses Mischpult unter Musikproduzenten großer Beliebtheit und erzielt entsprechend hohe Preise auf dem Gebrauchtmarkt.

Der Computer verändert die Musikproduktion und Tonaufnahme

DAWsDer Computer verändert die Musikproduktion und Tonaufnahme (Digital Audio Workstation) revolutionieren die Musikproduktion. Im Computer bilden diese Programme ein komplettes Studio nach und bieten neben Mischpult und Musikrekorder auch zahlreiche digitale Instrumente. So entstanden erstmals komplette Alben ausschließlich im Computer.

Der Computer eröffnete dem Otto Normalverbraucher nahezu professionelle Bedingungen für die Musikproduktionen. Zeitgleich gingen zahlreiche Hersteller von großen analogen Mischpulten für professionelle Musikstudios in Konkurs. Allerdings entwickelten unterschiedliche Hersteller verstärkt Mischpulte, die auf digitaler Technik beruhen. Diese boten im Vergleich zu ihren analogen Vorgängern eine erweiterte Funktionalität.

Das Mischpult heute

Entgegen der Vermutung verschiedener Experten in den 1990er-Jahren verschwanden analoge Mischpulte nicht komplett vom Markt. Heute produzieren Hersteller digitale und analoge Mischpulte. Das Spektrum reicht von kleinen Modellen mit zwei oder vier Kanälen über Ausführungen mit bis zu 16 Kanälen für den semiprofessionellen Bereich bis hin zu professionellen Mischpulten mit 48 oder mehr Kanälen.

Bei Bühnen- und Musikveranstaltungen stellt das Mischpult nach wie vor einen zentralen Bestandteil des Beschallungssystems dar. Obwohl das Mischpult in der Musikproduktion ein wenig an Bedeutung verloren hat, gehören Mischpulte in professionellen Musikproduktionsstudios weiterhin zum Standard.

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Mischpulte

Mischpult und Toningenieur sind die Stars: Dub

Die jamaikanischen Toningenieure King Tubby und Lee „Scratch“ Perry gelten als Urheber dieser Produktionsweise für Musik. Als Toningenieure für Reggae standen ihnen zahlreiche einzeln aufgenommen Spuren zur Verfügung. Sie begannen Ende der 1960er-Jahre, aus diesen Aufnahmen neue Musik zu kreieren. Dabei nutzen sie das Mischpult als eine Art Instrument.

Sie verwendeten besonders Hall- und Echo-Effekte und erschufen aus wenigen Spuren – meistens aus Schlagzeug- und Bassspur – minimalistische und hypnotische Musikstücke. An die ursprünglich intendierten Songs der Bands erinnerten diese Dubs nur entfernt. So erfanden King Tubby und Lee „Scratch“ Perry nicht nur eine Produktionstechnik, sondern auch ein neues Musikgenre. Die Produktionsart des Dubs beeinflusst bis zum heutigen Zeitpunkt vor allem Musikproduzenten im Bereich der elektronischen Musik. So steht z. B. das Genre Dub Techno in direkter Tradition der jamaikanischen Dub-Produzenten aus den 1970er-Jahren.

Der Remix

Die Produktionsweise des Dubs dient vielen Musikproduzenten als Grundlage für den Remix. Bei einem Remix entsteht durch ein neues Mischen der unterschiedlichen Spuren eines Songs oder Tracks eine neue Version des Musikstück.

Es lassen sich bei Remixen zwei unterschiedliche Tendenzen unterscheiden. Zum einen gibt es Remixe, die das Original nur leicht verändern, um ein Stück z. B. für die Diskothek zu optimieren. Zum anderen benutzen Remixer nur Teile des originalen Songs: Das neue Musikstück weist nur noch wenige Parallelen zum Original auf. Diese zweite Herangehensweise erinnert stark an die Technik der Collage. Heute entstehen Remixe fast ausschließlich mit der Hilfe von DAWs.

Ein Mischpult richtig anschließen

Ein Mischpult richtig anschließen

Das Anschließen der Mikrofone bzw. Instrumente funktioniert unkompliziert, da sich die Anschlüsse aufgrund der unterschiedlichen Buchsen nicht verwechseln lassen. Jedes Mikrofon und Instrument bekommt einen eigenen Kanal. In die Buchsen für das Gesamtsignal (Main Out) kommen die Kabel, die zum Verstärker führen – bei Powermixern verbinden diese Kabel das Mischpult direkt mit den Boxen.

Falls Monitorboxen auf der Bühne stehen, verbindet ein Kabel diese Boxen mit den Ausgängen Monitor Out. In einem Musikstudio schließen Tontechniker an diese Ausgänge – alternativ bezeichnen Hersteller diese Buchsen auch mit Control Room – die Studiomonitore für den Kontrollraum an. Der Anschluss eines Kopfhörers ist wichtig, um bestimmte Kanäle abhören zu können, ohne dass sich das Gesamtsignal ändert. Nach der Verkabelung erfolgt das Einpegeln: Erst nach dem Einpegeln ist das Mischpult funktionsbereit.

Der Abschnitt Nützliches Zubehör unseres Mischpult Tests geht näher auf der erforderlichen Kabel ein.

Das Einpegeln der verschiedenen Audiosignale

Das Einpegeln eines Mischpults verhindert, dass es während des Mischens zu Übersteuerungen und somit zu einem verzerrten Klang kommt. Beim Einpegeln sollten alle Drehknöpfe des Equalizers auf null stehen, sodass sie das Signal nicht beeinflussen. Zudem sollte die PFL-Taste für den Kanal gedrückt sein – bei Mischpulten ohne diese Taste den Fader des Kanals unbedingt auf neutral stellen. Dadurch besteht später weiterhin die Möglichkeit, den Kanal sowohl leiser als auch etwas lauter zu machen.

Jetzt erfolgt mittels Gain-Regler das Einpegeln des Kanals. Dazu das Instrument spielen bzw. ins Mikrofon sprechen und langsam den Gain-Regler aufdrehen: Das Signal führt zu einem Ausschlag auf dem Pegelmesser. Den Gain-Regler so einstellen, dass später auch das lauteste Signal nicht zu einem Ausschlag des Pegelmessers in den roten Bereich führt.

Ein Beispiel: Beim Einpegeln des Mikrofons für eine Sängerin entscheidet der Part des Songs, in dem die Sängerin am lautesten singt. Dieses Einpegeln für alle Kanäle einzeln durchführen. Nach dem Einpegeln bleiben die Gain-Regler aller Kanäle in der eingestellten Position: Alle weiteren Veränderungen der Lautstärke im Verlauf des Mischens erfolgen über den jeweiligen Fader des Kanals.

Die beste Software rund um das Mischpult

Audacity

Dieses kostenlose Programm dient der einfachen Aufnahme und späteren Bearbeitung von Audiosignalen am Computer. Somit lässt sich das im Pult abgemischte Signal mit dem Computer aufnehmen. Da der Computer das Gesamtsignal aufzeichnet, ist eine spätere Bearbeitung der Einzelsignale nicht mehr möglich. Zur Übertragung des Audiosignals dient ein Kabel, das vom Ausgang des Mischpults (Main Out) in den Eingang der Soundkarte des Computers führt. Aufgrund seiner übersichtlichen Benutzeroberfläche erfreut sich dieses einfach zu verstehende Programm großer Beliebtheit. Audacity läuft unter Windows, OS oder Linux.

Sie finden einen Link zur Homepage von Audacity am Ende des Mischpult Tests.

FAQ

Was bedeutet Einschleifen?

Wenn Tontechniker im Zusammenhang eines Mischpults von Einschleifen sprechen, beschreiben sie das langsame Hinzufügen eines Effekts in den Signalweg eines Kanals.

Wie funktioniert das Einschleifen?

FAQ zum MischpultJeder einzelne Kanal besitzt einen AUX-Drehregler – einige Hersteller wählen die Bezeichnung FX. Mithilfe dieses Reglers schickt der Toningenieur einen Teil des Audiosignals im jeweiligen Kanal an den AUX-Ausgang. Von dort gelangt das Signal per Kabel zu einem externen Effektgerät und wieder zurück ins Mischpult.

Einige Mischpulte verfügen über einen speziellen AUX-Eingang für das vom Effektgerät zurückkehrende Signal. Falls dieser Eingang fehlt, lässt sich das Signal über einen freien Kanal des Mischpults zurückführen. Da jeder Kanal einen eigenen AUX-Regler besitzt, lässt sich der Effekt für jeden Kanal individuell einschleifen.

Wozu dienen Subgruppen?

Kanäle lassen sich individuell einer Subgruppe zuweisen. Somit vereint eine Subgruppe unterschiedliche Kanäle, sodass der Fader der Subgruppe alle zugewiesenen Kanäle steuert.

Ein Beispiel für die Verwendung einer Subgruppe: Häufig stellen Tontechniker mehrere Mikrofone an ein Schlagzeug, sodass Bassdrum, Snare und Becken jeweils einen eigenen Kanal besitzen. Mit dem Equalizer der einzelnen Kanäle lässt sich somit der Klang jeweils einzeln optimieren. Durch die Zusammenfassung dieser Kanäle zu einer Subgruppe besteht die Möglichkeit, die Lautstärke des gesamten Schlagzeugs mit dem Fader der Subgruppe zu steuern. Somit dienen die Subgruppen der Strukturierung des Mix in verschiedene Gruppen von Kanälen.

Nützliches Zubehör

Zum Lieferumfang eines Mischpults gehören bis auf das Netzteil keinerlei Kabel. Um ein Mischpult zu verwenden, sind jedoch Mikrofone und bestimmte Audiokabel notwendig.

Mikrofone

Ein Mikrofon wandelt die Stimme oder z. B. den Klang eines Schlagzeugs in ein elektrisches Signal um. Nach dem Anschluss des Mikrofons an das Mischpult lässt sich dieses Audiosignal mit anderen Signalen mischen. Während dynamische Mikrofone keine Spannungsversorgung benötigen, funktionieren Kondensator-Mikrofone nur mit einer Spannung von 48 Volt.

Daher besitzen Mischpulte spezielle Anschlüsse mit Phantomspeisung, die bei Bedarf auf Knopfdruck für die notwendige Spannungsversorgung von Kondensator-Mikrofonen sorgen. Mikrofone besitzen zumeist einen 3-poligen XLR-Anschluss. Zudem unterscheiden Hersteller ihre Mikrofone nach dem Verwendungszweck. Somit bieten sie neben Gesangsmikrofonen auch jeweils spezielle Modelle zum Aufnehmen von Schlagzeug, Akustikgitarre, Streicherinstrumenten usw. an.

Audio-Kabel für die Eingänge

Audio-Kabel verbinden Instrumente wie E-Gitarre, Bass oder Synthesizer mit dem Mischpult. Als Anschluss verfügen diese Kabel über einen Klinkenstecker mit einem Durchmesser von 6,35 mm. Diese Kabel lassen sich direkt mit dem Mischpult verbinden. Mithilfe eines einfachen Adapters lassen sich auch kleine 3,5 mm-Klinkenstecker in die großen 6,35 mm-Buchsen des Mischpults stecken. Dann besteht die Möglichkeit, auch das Audiosignal eines MP3-Player oder eines einfachen Radios auf einen Kanal des Mischpults zu legen. Einige Mischpulte verfügen zudem über separate Cinch-Anschlüsse für z. B. einen CD-Player.

Audio-Kabel für die Ausgänge

Das gemischte Gesamtsignal des Mischpults (Master Out) gelangt über zwei Kabel (rechter und linker Kanal) zu einer Endstufe wie z. B. ein Verstärker mit Boxen oder eine Stereoanlage. Dafür bieten Mischpulte große Klinkenbuchsen – verschiedene Modelle besitzen zusätzlich ein Master Out für XLR-Kabel. Auch für die Ausgänge AUX-Send, Monitor Out und Phono (Kopfhörer) sehen die meisten Hersteller große Klinkenbuchsen vor. Nur für den Kopfhörer reicht ein einzelnes Stereokabel: Alle anderen Eingänge besitzen jeweils eine Buchse für den rechten und linken Kanal.

Koffer für den Transport

Verschiedene Hersteller von Mischpulten bieten Koffer an, die zu den Pulten des eigenen Sortiments passen. In diesen lassen sich die Mischpulte sicher von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort transportieren. Darüber hinaus produzieren Anbieter Universalkoffer: Diese besitzen eine Auskleidung aus Schaumstoff, die sich mithilfe eines Messers anpassen lässt. Somit eignen sich diese Koffer für unterschiedliche Mischpulte verschiedener Marken. Für Recording-Mischpulte macht unter Umständen eine Haube Sinn, um die Schieberegler und Anschlüsse des Geräts vor Staub zu schützen.

Alternativen zu Mischpulten

Als Alternativen zu einem Mischpult bieten sich unterschiedliche Softwarelösungen an. Diese eignen sich für verschiedene Verwendungszwecke. Passend zu diesen Softwarelösungen gibt es spezielle Controller mit zuweisbaren Dreh- und Schiebereglern.

DJ-Software

Als Alternative zum DJ-Mixer entwickeln verschiedene Softwareunternehmen DJ-Programme, die das Mischen bzw. Auflegen von Musik im Computer simulieren. So lassen sich Live-Mixe aus digitalen Sounddateien erstellen. Diese Programme bieten wie ein DJ-Mixer einen zentralen Fader zum hin- und herblenden zwischen zwei Musikstücken und auch für beide Kanäle einen Equalizer. Während der DJ mit einem klassischen Mixer die Synchronisierung der beiden Tracks selbst übernimmt, bieten Programme hierfür eine Automatik (Beat-Matching). Zu den kostenlosen DJ-Programmen zählen Virtual DJ und Zulu DJ.

Digital Audio Workstation (DAW)

Digital Audio Workstations simulieren ein Musikstudio und umfassen neben verschiedenen Instrumenten und Effekten auch ein Mischpult. In Kombination mit einem Audio-Interface besteht die Möglichkeit, verschiedene externe Instrumente wie z. B. eine Gitarre und ein Schlagzeug aufzunehmen. Diese aufgenommenen Spuren lassen sich mithilfe des virtuellen Mischpults abmischen. Bei DAWs steht die Aufnahme und Produktion von Musik im Mittelpunkt. Auch bei den DAWs gibt es verschiedene Softwareentwickler die kostenlose Versionen zur Verfügung stellen. Zu den bekanntesten zählen MU.Lab und Studio One 3 Prime.

Controller

Verschiedene Hersteller bieten Controller an, die sich mit einem Computer verbinden lassen. Den unterschiedlichen Bedienelementen lassen sich bestimmte Funktionen individuell zuweisen. Somit besteht z. B. die Möglichkeit, verschiedene Fader des Mischpults einer DAW per Hand über die Fader am Controller zu bedienen.

Aktuelle Vergleiche

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (657 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Copyright © 2015 - Top10Vergleich.org | Datenschutz & Bildnachweis | Impressum