Fernglas Test 2018 – Die 10 besten Ferngläser im Vergleich

Die Natur bietet dem Menschen einzigartige Erlebnisse und Betrachtungsmöglichkeiten. Das betrifft besonders hohe Gebirge, ein im Tal ruhender, bei Windstille glatter und spiegelnder See, ein aufgewühltes Meer, ein Sonnenuntergang, die gesamte Tier- und Pflanzenwelt und der Sternenhimmel bei Nacht. Solche Sichtweisen wirken tief, verändern den Menschen und seine Denkweise. Die Emotionen werden neu belebt und mit zahlreichen Bildern bereichert, die im normalen Alltag kaum betrachtet werden können. Auch ist es noch einmal etwas ganz anderes, wenn der Eindruck selbst gewonnen wurde als durch das Betrachten eines Fotos oder Videos. Wer einmal im Ozean einen Wal aufsteigen sehen hat oder das Spiel der Delfine verfolgen konnte, wird die Erinnerung lange bewahren können. Das gilt für sehr viele Vorgänge in der Natur, die dem Menschen nicht verschlossen bleiben.

Wie weit das bloße Auge dabei die Dinge erfassen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Darunter bestimmen neben der Sehstärke des Auges auch die Lichtverhältnisse und die vorherrschenden Wetterbedingungen darüber, wie weit etwas erkennbar ist. Große Entfernungen lassen sich mit dem Auge nicht mehr klar erfassen, verschwimmen mit zunehmender Distanz. Selbst wenn sich das Wetter durch eine wunderbar klare Sicht auszeichnet, ist ein Bergmassiv lediglich als dunkler Umriss zu erkennen und kaum in den spektakulären Details.

Anders wird der Blickwinkel, sobald eine Vergrößerung möglich ist, wie sie z. B. das Fernglas bietet. Hier können Ereignisse, Naturschauspiele oder Sterne sehr nahe herangeholt und stark vergrößert werden. Das gestattet auch klare Bilder mit großem Abstand oder die nahe Betrachtung von Vogelschwärmen, wenn Zugvögel in Schwärmen bis zu tausend Tieren aufsteigen und exakt auf die vorgegebene Bewegung reagieren, was in der Genauigkeit des Ablaufs erstaunlich ist. Gleiches gilt für die verschiedenen Sternbetrachtungen, die nachts mit einem Fernglas möglich sind und ein teures Teleskop unnötig machen. Viele Modelle im Handel erlauben durch eine entsprechende Objektivgröße und Lichtmenge den klaren Blick auf Sternbilder, Sternhaufen, Nebel und Galaxien. Entscheidend ist die Wahl des richtigen Fernglases für den jeweiligen Einsatz und Verwendungszweck.

 

Aktuelle Vergleichstabelle

1 Eschenbach Optik trophy D 8x32 EDEschenbach Optik trophy D 8x32 ED

342,00 Euro
Listenpreis: ---
Kundenbewertung: 3.6 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
99%
"sehr gut"
Eschenbach Optik trophy D 8x32 ED
Vorteile
  • ED-Glas
  • Dielektrische Verspiegelung
  • Äußerst robust

Nachteile
  • keine

  1. Technische Details



    • Hersteller: Eschenbach Optik

    • Gewicht: 454 g

    • Abmessungen: 12,5 x 11,8 x 5 cm




    • Objektiv Ø (mm): 32

    • Zoom: 8-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 133 m



2 Steiner Safari UltraSharp 10x42Steiner Safari UltraSharp 10x42

200,00 Euro
Listenpreis: EUR 329,00
Kundenbewertung: 4.4 von 5

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Top10 Bewertung
98%
"sehr gut"
Steiner Safari UltraSharp 10x42
Vorteile
  • Fast-Close-Focus
  • High-Contrast-Optik
  • Zylindrische Drehaugenmuscheln

Nachteile
  • keine

  1. Technische Details



    • Hersteller: Steiner

    • Gewicht: 721 g

    • Abmessungen: 14,8 x 6,5 x 14,8 cm




    • Objektiv Ø (mm): 42

    • Zoom: 10-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 105 m



3 Celestron SkyMaster DX 8x56Celestron SkyMaster DX 8x56

227,29 Euro
Listenpreis: ---
Kundenbewertung: 3.9 von 5

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Top10 Bewertung
96%
"sehr gut"
Celestron SkyMaster DX 8x56
Vorteile
  • Porroprismen
  • Fully Multi-Coated
  • Verstellbare Augenmuscheln

Nachteile
  • keine

  1. Technische Details



    • Hersteller: Celestron

    • Gewicht: 1,1 Kg

    • Abmessungen: Keine Angaben




    • Objektiv Ø (mm): 56

    • Zoom: 8-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 87 m



4 Steiner Observer 8x42Steiner Observer 8x42

229,95 Euro
Listenpreis: EUR 299,00
Kundenbewertung: 4.0 von 5

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Top10 Bewertung
93%
"sehr gut"
Steiner Observer 8x42
Vorteile
  • Zylindrische Drehaugenmuscheln
  • Wasserdicht
  • Fast-Close-Focus

Nachteile
  • Tragegurt
  1. Technische Details



    • Hersteller: Steiner

    • Gewicht: 694 g

    • Abmessungen: 6,5 x 12,8 x 14,8 cm




    • Objektiv Ø (mm): 42

    • Zoom: 8-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 116 m



5 Eschenbach Optik Arena D+Eschenbach Optik Arena D+

171,95 Euro
Listenpreis: EUR 209,00
Kundenbewertung: 4.4 von 5

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Top10 Bewertung
90%
"sehr gut"
Eschenbach Optik Arena D+
Vorteile
  • BaK-4-Prismen
  • Mehrschicht-Vollvergütung
  • Silberverspiegelung

Nachteile
  • Zu leichtgängig
  • Kein ED-Glas
  1. Technische Details



    • Hersteller: Eschenbach Optik

    • Gewicht: 740 g

    • Abmessungen: 20,3 x 8,9 x 17,8 cm




    • Objektiv Ø (mm): 50

    • Zoom: 10-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 94 m



6 Nikon Aculon A211 10-22x50Nikon Aculon A211 10-22x50

154,59 Euro
Listenpreis: EUR 179,00
Kundenbewertung: 4.6 von 5

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Top10 Bewertung
86%
"gut"
Nikon Aculon A211 10-22x50
Vorteile
  • Eco-Glas Linsen
  • Aspherische Linsen
  • Verstellbare Augenmuscheln

Nachteile
  • Geringes Sehfeld
  • Rechtes Okular kaum einstellbar
  1. Technische Details



    • Hersteller: Nikon

    • Gewicht: 960 g

    • Abmessungen: 19,7 x 19,7 x 5 cm




    • Objektiv Ø (mm): 50

    • Zoom: 10-20-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 66 m



7 Bresser Spezial-Astro 20x80 PorroBresser Spezial-Astro 20x80 Porro

114,34 Euro
Listenpreis: ---
Kundenbewertung: 3.4 von 5

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Top10 Bewertung
83%
"gut"
Bresser Spezial-Astro 20x80 Porro
Vorteile
  • Volle Mehrschichtvergütung
  • Dioptrienausgleich
  • Direkter Stativanschluss

Nachteile
  • Gewicht
  • Geringes Sehfeld
  • Kontrastschwach

  1. Technische Details



    • Hersteller: Bresser

    • Gewicht: 2,13 Kg

    • Abmessungen: 33 x 23,5 x 11,5 cm




    • Objektiv Ø (mm): 80

    • Zoom: 20-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 56 m



8 Nikon Aculon A30Nikon Aculon A30

68,99 Euro
Listenpreis: EUR 79,00
Kundenbewertung: 4.3 von 5

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Top10 Bewertung
79%
"gut"
Nikon Aculon A30
Vorteile
  • ECO-Glas
  • Einfaches Fokussieren
  • Robuste Qualität

Nachteile
  • Farbverzerrungen
  • Unpraktische Okulardeckel
  • Leichte Randunschärfe
  1. Technische Details



    • Hersteller: Nikon

    • Gewicht: 272 g

    • Abmessungen: 12,2 x 11,5 x 2,5 cm




    • Objektiv Ø (mm): 25

    • Zoom: 10-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 87 m



9 AccuBuddy FernglasAccuBuddy Fernglas

34,97 Euro
Listenpreis: ---
Kundenbewertung: 4.4 von 5

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Top10 Bewertung
75%
"gut"
AccuBuddy Fernglas
Vorteile
  • Dioptrienausgleich
  • BAK7 Optikglas
  • Handhabung

Nachteile
  • Verarbeitung
  • Unscharf
  • Kein Fast-Close-Focus
  1. Technische Details



    • Hersteller: AccuBuddy

    • Gewicht: 231 g

    • Abmessungen: 7,3 x 11,3 x 4,2 cm




    • Objektiv Ø (mm): 26

    • Zoom: 12-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: Keine Angaben



10 Hama OptecHama Optec

25,94 Euro
Listenpreis: ---
Kundenbewertung: 3.3 von 5

Zum Anbieter
Top10 Bewertung
71%
"gut"
Hama Optec
Vorteile
  • Kompaktfernglas
  • Optikglas BK7
  • Dioptrienausgleich

Nachteile
  • Farbsäume
  • Enges Sehfeld
  • Unhandlich
  1. Technische Details



    • Hersteller: Hama

    • Gewicht: 165 g

    • Abmessungen: 6,8 x 9,2 x 4,1 cm




    • Objektiv Ø (mm): 21

    • Zoom: 8-fach

    • Sehfeld m / 1.000 m: 122 m



Was ist ein Fernglas?

Ein Fernglas bietet die Möglichkeit, weit entfernte Objekte heranzuholen und detailliert aus der Entfernung betrachten zu können. Die Möglichkeit dieser Technik fasziniert viele Menschen. Der Blick durch ein Fernglas, während vorher ein Haus oder Berg noch weit entfernt war und auf einmal detailgenau betrachtet werden kann, ist beeindruckend und ohne Bildverlust oder Unschärfe möglich. Die Weite und Schärfe der Sicht hängt natürlich von dem jeweiligen Fernglas und seiner Ausstattung ab. Zusammengesetzt bietet ein Fernglas zwei Strahlengänge, zwei Linsen, eine Verbindung zwischen beiden Objektiven, ein Gehäuse und in teurerer Ausführung dazugehörige Funktionen, u. a. einen Bildstabilisator.

Leica 40318 Trinovid 8 x 42 HD Fernglas im TestModerne Modelle erinnern weniger an das Fernrohr, dass sich in Abenteuerfilmen Piraten vor das Auge halten, sondern haben eine binokulare Ausführung, so dass die Sicht zwar trotzdem ein Gesamtbild gestattet, jedoch über zwei getrennte Objektive erfolgt. Dadurch kann ein erfasstes Objekt mit beiden Augen betrachtet werden.
Unterschieden werden einfach aufgebaute Ferngläser, z. B. ein Opernglas, von den aufwendigen und teureren PrismenFerngläsern, zu denen auch der Feldstecher oder das Kompakt-Fernglas zählen. Während die einfachen Modelle lediglich eine konkave und konvexe Objektivlinse aufweisen, die ein Gesamtbild erzeugen und keine Umkehrprismen benötigten, haben aufwendige Ferngläser ein sehr großes Gesichtsfeld mit Umkehrprisma zwischen Objektiv und Okular, das ein Bild um bis zu 180 Grad verdrehen kann und damit eine klarere und schärfere Abbildung des erfassten Objekts gestattet. Auch die Vergrößerung ist gegenüber einfachen Opern- oder Theatergläsern höher und kann im Zoom noch einmal verstärkt werden. Während die einen nach dem Galilei-Fernrohr-Prinzip funktionieren, arbeiten PrismenFerngläser mit dem Kepler-Fernrohr-Prinzip.

Ein Fernglas ist handlich und erlaubt entfernte Bereiche und Objektive näher heranzuholen. Dadurch wird die Reichweite, die das normale Auge gestattet, um ein Vielfaches erhöht. Je nach Art der Linsen und Okulare kann Licht gebrochen und gebündelt werden, wodurch z. B. auch das Sehen bei Nacht möglich wird. Die Baugröße der Modelle unterscheidet sich ebenso wie das Gewicht und die Objektivöffnung. Je größer letztere ausfällt, desto mehr muss ein Fernglas für die Betrachtung stabilisiert werden, um ein ruhiges Bild zu erlauben. Meistens werden die Ferngläser dann mit einem Stativ verwendet.

Olympus 8x42 EXPS I Premium Fernglas im TestDie Bauweise ähnelt sich bei vielen Modellen, unabhängig davon, wie klein, schmal oder groß sie ausfallen. Beide Strahleneingänge sind durch eine Mittelachse verbunden und lassen sich daher schwenken oder zusammenklappen. Damit kann der Augenabstand bestimmt und auf den Anwender angepasst werden. Meistens ist eine Einstellungsmöglichkeit zwischen 56 und 74 Millimeter möglich. Faltbare Ferngläser können um 32 Millimeter verändert werden.
Ist das Fernglas an den Augenabstand angepasst, ist ein einziger Bildkreis möglich, meistens einhergehend mit der synchron laufenden Fokussierung beider Strahlenröhren. Eine weitere Anpassung betrifft die unterschiedliche Brechkraft des Auges, so dass ein Dioptrienausgleich benötigt wird, um die Sicht anzupassen, was durch Drehen an einem der Okulare an einem Fernglas möglich ist.

Unterschieden werden Ferngläser mit Porroprismen und mit Dachkantgläsern, wobei PorroFerngläser zu den älteren und bewährten zählen, Dachkant dagegen eine kompaktere und modernere Bauweise erlauben. Das Porroprisma ist nach dem Erfinder Ignazio Porro benannt, der es 1854 als klassisches Umkehrprisma patentieren ließ und so den ersten traditionellen Feldstecher nach dem Kepler‘schen Prinzip entwarf. Dachkantsysteme wiederum sind mittlerweile gängiger und weisen einen anderen Strahlengang durch die Prismen auf, der an ein dreieckiges Hausdach im Aufbau erinnert, wodurch auch die Bezeichnung entstand.

Porroprismen

Ferngläser mit Porroprismen gibt es mittlerweile weniger. Sie weisen das klassische Umkehrprisma normaler Feldstecher auf, bestehen aus zwei einfachen und rechtwinkligen Reflexprismen, die als Halbwürfel konzipiert sind und durch die der aufgefangene Lichtstrahl nacheinander durchgleitet. Dadurch entsteht eine Bilddrehung um 180 Grad, wobei Porroprismen die Drehung wieder rückgängig machen. Der Strahl wird in einem Halbwürfel zweimal reflektiert und abgelenkt, das Bild gedreht und kompensiert, wodurch es im Test seitenrichtig bleibt.

Nachteilig an diesem Prismasystem ist die starke Verkürzung des Strahlengangs. Die Brennweite eines Objektivs wird erheblich reduziert, der gegenseitige Abstand der Objektive vergrößert, wodurch das räumliche Sehen zwar besser ist, der Zoom oder die Naheinstellung jedoch schwieriger wird.

Porro-Ferngläser lassen sich im Test daran erkennen, dass sie häufig zueinander versetzte Objektive und Okulare aufweisen. Sie eignen sich hervorragend für das plastische Sehen. Bei diesen Modellen werden die Okulare zu einer Synchronisierung durch Drehen eines Fokussierrades angepasst, wobei sie vor- und zurückbewegt werden. Diese sind über eine Brücke verbunden.

Dachkantprismen

Etwas besser sind DachkantFerngläser. Die Bauform ist moderner und kompakter, der Strahlengang ein anderer. Das Licht wird hier über die Prismen gespiegelt und als Verspiegelung weitergeleitet. Dafür besitzen Ferngläser mit dieser Bauform dielektrische oder silberelektrische Schichten. Der Lichtstrahl wird durch die Dachkantform mindestens 5 Mal reflektiert, bevor es in das Okular tritt. Das Prismensystem ist entsprechend aufwendiger konzipiert, die Gläser teurer, da auch der damit einhergehende Lichtverlust ausgeglichen werden muss.

Dachkantprismen werden auch Amici-Prismen genannt, benannt nach dem Erfinder Giovanni Battista Amici. Sie ermöglichen eine Abwinkelung des Strahlengangs zwischen 45 Grad und 90 Grad, ohne dass das Bild spiegelverkehrt dargestellt wird. Sie bestehen aus einem Prisma in Halbwürfelform mit aufgesetzter Dachkante, haben entsprechend ein rechtwinkliges Dreieck als die entscheidende Grundfläche. Bei Ferngläsern werden geradesichtige Dachkantprismen verwendet, z. B. Schmidt-Pechan-Prismen. Sie zeichnen sich durch die kompakte Bauweise aus und sind dann ausreichend präzise, stimmt die Fertigung in allen Prozessen. Die Herstellung ist sehr kostenintensiv. Die Ferngläser haben eine besser Vergütung und hohe Abbildungsleistung, sind dann aber auch teurer. Günstige Modelle stehen meistens hinter den stabilen Porro-Ferngläser zurück.

Dachkantferngläser besitzen meistens eine Innenfokussierung mit synchroner Verschiebung der jeweiligen Linsengruppe, die in beiden Strahlengängen erfolgt. Die Anpassung ist damit etwas ausgeglichener als bei der Verschiebung durch das Fokussierrad bei dem Porro-Ferngläsern.

Weitere Funktionen und Merkmale

Weitere Merkmale eines hochwertigen Fernglases bilden die Austrittspupille, die Objektivgröße, das Auflösungsvermögen und die Dämmerungszahl. Damit Gläser nicht beschlagen, benötigen sie eine Stickstofffüllung. Dazu hat jedes Fernglas einen ganz bestimmen Winkel, der den Überblick der Sicht bestimmt und als Gesichts- oder Sehfeld bezeichnet wird. Berechnet wird das Gesichtsfeld bei einem Fernglas durch Meter pro 1000 Meter Distanz. Das macht eine Bezeichnung von z. B. 92/1000 m notwendig, wobei auf 1000 Meter ein Bereich von 92 Meter überschaubar bleibt. Allerdings wird bei Ferngläsern eher in Grad gesprochen. Das wahre Gesichtsfeld in Grad ist dann gleich des Sehfelds in Metern.

Wie funktioniert ein Fernglas?

Die Handhabung eines hochwertigen und hochauflösenden Fernglases mit breitem Gesichtsfeld ist gar nicht so einfach und hängt auch mit der Größe der Okulare und Objektive zusammen. Je größer das Objektiv ist, desto schwieriger ist das Stabilisieren der Sicht, da die Distanz viel höher ausfällt als bei Modellen mit kleinem Objektivdurchmesser. Ein breites Gesichtsfeld wiederum sorgt auch für Randunschärfen, sollte bei Kauf eines Fernglases entsprechend eher in einem real nutzbaren und begrenzten Bereich liegen.

Ein Fernglas ermöglicht die starke Vergrößerung des Sichtfelds und von Objektiven in der Distanz. Darüber hinaus gibt es auch Modelle mit verstärkten Weitwinkelokularen, die ein sehr großes Gesichtsfeld erlauben und dabei auch eine klare Sicht auf sehr großer Entfernung bedingen. Entscheidend bei einem Fernglas sind für die Funktionsweise allerdings die Vergrößerung, die Austrittspupille, die Objektivgröße und das Licht.

Öffnung und Vergrößerung

Die Vergrößerung eines Fernglases bestimmt die Weite der Sicht. Je größer sie ist, desto mehr kann überschaut werden, desto klarer und schärfer ist das anvisierte Objekt und desto weiter kann geschaut werden. Allerdings ist nicht alleine die Vergrößerung dafür verantwortlich, wie gut ein Fernglas funktioniert, sondern eher ein Zusammenspiel aus Objektivöffnung und Vergrößerung. Die Vergrößerung wird beim Kauf eines Fernglases als erster Wert angegeben, z. B. gibt es Gläser mit 8 x 42 oder 10 x 50. Die Zahlen stehen für die Vergrößerung und die Objektivöffnung. Die erste Zahl bestimmt die x-fache Vergrößerung, die zweite Zahl den Durchmesser des Objektivs. Bei einem Fernglas mit dem Wert 8 x 42 ist der Zoom 8-fach, das Objektiv 42 Millimeter groß.

Da die Kombination beider Werte übereinstimmen und zusammenpassen muss, gibt es ganz bestimmte und festgelegte Größen. Das hängt mit der Lichtinformation zusammen, die in das Auge dringt, wenn das Fernglas verwendet wird. Ist das Objektiv im Durchmesser größer, erhöht sich auch die Lichtstärke und Menge.

Austrittspupille

Olympus 8-16 x 25 Zoom PCI Fernglas im TestDa ein Fernglas den Lichteintritt benötigt, geht bei der Betrachtung auch Licht verloren und tritt über die Öffnung aus. Daher spielt auch für die Lichtmenge die Vergrößerung und Objektivöffnung eine Rolle. Das Licht wird über das Prisma als Lichtbündel verarbeitet und tritt aus dem Okular in das Auge. Dieses wiederum wandelt das Bild mit Hilfe des Gehirns in ein brauchbar klares um. Die Lichtbündel werden in Millimeter gemessen und als Austrittspupille bezeichnet. Sie steht für die Bildhelligkeit im Auge, was z. B. bei DämmerungsFerngläsern ein wichtiges Merkmal ist. Bei einer 42 Millimeter großen Objektivöffnung hat das Lichtbündel einen Durchmesser von 4,2 Millimeter. Das genügt z. B. dazu, Dämmerungsbeobachtungen zu machen, während Ferngläser mit 10 x 25 Millimeter zu wenig Information auf die Netzhaut übertragen, die Reize nicht ausreichen, um bei einem Lichtbündel von 2,5 Millimeter genügend erkennen zu können. Besonders hell erscheint ein Bild bei einem Lichtbündeldurchmesser von 5,2 Millimeter und höher. Je höher die Austrittspupille ist, desto besser die Sicht bei Dämmerung. Das Maximale, das für ein menschliches Auge an Licht möglich ist, ist ein Durchmesser von 7 Millimeter. Größer öffnet sich die Iris nicht.

Erkennen lässt sich die Austrittspupille an einem Fernglas direkt am Objektiv. Die Lichtinformation, die in das Auge eintritt, ist der helle und kleine Kreis in der Mitte der Linse. Gemeinsam mit der Austrittspupille erfolgt bei Ferngläsern die Lichtstärke. Sie wird aus dem Quadrat berechnet, das die Austrittspupille aufweist.

Lichtstärke, Brennpunkt und Brennweite

Steiner Ranger Xtreme 8x56 Fernglas im TestDie Lichtmenge ist das entscheidende Merkmal für ein gutes Fernglas. Ohne Licht wäre es nicht möglich, auch nur irgendetwas zu erkennen. Das Licht, das das menschliche Auge sieht, erfolgt in Form von Strahlen und Wellen, kann entsprechend in der Wellenlänge berechnet werden. Rotes Licht hat eine lange Wellenlänge, blaues Licht z. B. eine kurze Wellenlänge. Sind die Wellenlängen konstant und gleichmäßig verteilt, nimmt das menschliche Auge das Licht in weißer Farbe wahr.

Beim Fernglas wird das Licht über Linsen und Prismen gebrochen und reflektiert. Diese optischen Voraussetzungen bedingen eine präzise Abstimmung aufeinander, damit eine scharfe, helle und klare Sicht möglich ist. Die beiden Frontlinsen an einem Fernglas oder Feldstecher stellen die Objektivöffnung dar und können eine oder mehrere Linsen enthalten, um eine lichtsammelnde Wirkung zu erzielen. Das Auge wiederum nimmt das Bild und Licht über die Okulare auf.

Dabei tritt das Licht im Gesamten durch die Linsen vorne ein, wird über die Prismen gebrochen und zu einem Lichtstrahl gebündelt und in einer bestimmten Distanz zu einem Punkt vereinigt. Dieser wird als Brennpunkt bezeichnet, wobei die Brennweite wiederum die Entfernung von der Hauptebene des Prismensystems zum Brennpunkt benennt. Der Brennpunkt bildet das auf dem Kopf stehende Zwischenergebnis des Bildes, so dass dieses durch das Prismensystem umgekehrt werden muss, um wieder ein aufgerichtetes Bild erkennen zu können. Meistens kann das auch in mehrfacher Spiegelung erfolgen. Dann tritt das Licht durch die Okulare, die wie Lupen wirken, vergrößert aus und vervollkommnet das sichtbare und entstandene Bild.

Dämmerungszahl

Die Dämmerungszahl hängt mit dem Objektivdurchmesser und der Vergrößerung zusammen und benennt die Lichtstärke. Sie liegt meistens zwischen 5 und 20 und ermöglicht, je höher sie ist, eine bessere Auflösung und Klarheit des Bildes bei Dämmerung. Die Dämmerungszahl bestimmt daher auch mit, ob ein Fernglas für die Sternbetrachtung geeignet ist.

Die Dämmerungszahl wird mit D abgekürzt und ist die Quadratwurzel aus dem Objektivdurchmesser in Millimeter und der Vergrößerung. Für die Dämmerungsleistung wird die Optikgüte miteinbezogen und mit L_T abgekürzt. Die Dämmerungszahl eines Fernglases sagt allerdings noch nichts über das Leistungsvermögen eines Geräts aus.

Vorteile & Anwendungsbereiche eines Fernglases

Eschenbach 4256125 Optik arena F+ Fernglas im TestMit einem Fernglas ist es möglich, weiter entfernte Objekte und Landschaften heranzuholen und vergrößert auch im Detail betrachten zu können. Daher sind auch die Anwendungsbereiche vielseitig. Ein Fernglas kann optimal im Bereich der Astronomie verwendet werden, macht Vogel- und Tierbetrachtungen möglich, kann bei der Jagd, beim Segeln, bei Wanderungen und Bergtouren zum Einsatz kommen. Auch in einem Fußballstadion oder bei Sportveranstaltungen ist die Vergrößerung von Vorteil. Ebenso werden Ferngläser beim Militär verwendet.

Der Einsatzzweck bestimmt die Art des Fernglases. Ein Modell für die Sternbetrachtung bei Nacht benötigt andere Voraussetzungen als ein Modell für die Sicht bei guten Lichtverhältnissen. Ebenso kann ein Fernglas handlicher sein, wenn es bei Wanderungen verwendet wird, etwas schwerer und größer, wenn es mit einem Stativ bestimmte Beobachtungen erlauben soll.

Bei der Jagd bieten sich Ferngläser an, um das Tier aus der Nähe erkennen zu können, da der Wildbestand und die Jagd bestimmten Voraussetzungen und Regelungen unterliegen. Dazu sind Tiere sehr scheu und lassen sich aus der Entfernung besser beobachten.
In der Ornithologie gilt es, verschiedene Vögel zu unterscheiden und in ihrem Verhalten zu definieren, darunter auch die Brützeit oder das Fressverhalten durch ein Fernglas zu beobachten. Die Vogelbetrachtung ist häufig mit einem Stativ oder einem Spektiv möglich.

Eschenbach 4256125 Optik arena F+ 10x25 Fernglas im TestBei Bergtouren und Wanderungen ist das Fernglas ein wichtiger Begleiter und dient auch zusätzlich der Sicherheit. Wege und Wetterbedingungen können besser eingeschätzt werden. Dazu ermöglicht das Fernglas eine ausgezeichnete und weite Sicht.
Für diesen Zweck sind leichte und handliche Modelle sinnvoll, die das Bild klar wiedergeben, auch durch einen Bildstabilisator bereichert sein können. Die Anwendung erfolgt im Test meistens wesentlich häufiger und flexibler.

Sterne sind wunderschöne Gebilde, als Galaxie oder Sternhaufen in der Betrachtung ein besonderes Ereignis. Sie benötigten eine Bewegungsanpassung, sondern nur eine sehr große Auflösung und Vergrößerung mit großem Objektiv. Für diesen Zweck gibt es auch spezielle Astronomie-Ferngläser. Grundsätzlich gilt, dass ein Fernglas für die Sternbeobachtung ein großes Objektiv und eine gute Lichtstärke aufweisen sollte.

Um das Fernglas auf See oder beim Segeln zu verwenden, sind kleinere Modelle sinnvoll, die häufig auch über einen zusätzlichen Kompass verfügen. Früher wurden Ferngläser oder Fernrohre zur Positionsbestimmung verwendet.

Solche Modelle müssen vor allen Dingen wasserfest und robust sein, haben meistens eine Größe von 7 x 50 mit kleiner Vergrößerung und eine Dachkantprismen-Bauweise.

Welche Ferngläser gibt es im Handel?

Eine grobe Einteilung der angebotenen Ferngläser lässt sich zwar machen, allerdings sind die tatsächlichen Einsatzbereiche vielseitiger, ist das gekaufte Fernglas im Test von guter Qualität und verfügt über einige typische Funktionen. Entscheidend sind das Gesichtsfeld, die Vergütung, das robuste Material und die Handlichkeit des Fernglases. Zum Lieferumfang gehört meistens auch ein hochwertiges Zubehör, darunter ein Tragegurt, eine Transporttasche oder ein Stativ.

Feldstecher

Der einfache Feldstecher ist gegenüber Teleskopen und einer aufwendigen astromischen Ausstattung die handliche und vereinfachte Methode, um auch größere Distanzen zu überwinden und Details in der Ferne und sogar den Sternhimmel bei Nacht zu beobachten. Der Feldstecher ist klein und kompakt gebaut, passt in jedes Gepäck, kann auch bequem durch einen Tragegurt um den Hals getragen werden. Handelt es sich um größere Modelle, können sie mit einem Stativ verwendet werden, wozu dann auch ein größeres Objektiv notwendig ist. Hier kommt es auf eine gute Stabilisierung an, wenn der Blick über eine längere Zeit erfolgt. Das Fernglas muss ruhig gehalten werden können, damit die Bilder nicht ständig verwackeln, unscharf werden oder die feinen Details verloren gehen. Noch günstiger sind Modelle mit zusätzlicher Bildstabilisierung.
Meistens sind Feldstecher nicht allzu teuer und schon sehr günstig im Handel oder Internet erhältlich. Die Bedienung ist simpel, das Modell kann mit einer Hand gehalten werden und erlaubt eine scharfe und klare Sicht, wobei die Entfernung und Schärfe von dem jeweiligen Gerät abhängen, auch von der Konstruktion, den verwendeten Prismen und Linsen. Feldstecher haben eine gute Größe von 10 x 50 oder 12 x 50 und eine ausreichend große Öffnung, so dass auch eine Sternenbeobachtung möglich ist.

Kompaktfernglas

Eschenbach Optik adventure D 10x25 Fernglas im TestWer das Fernglas besonders bei Wanderungen, Bergtouren oder zu Beobachtung von Vögeln und anderen Tieren nutzen möchte, benötigt ein kompaktes Modell, das eine gute Größe, ein leichtes Gewicht, einen hohen Objektivdurchmesser, ein sehr robustes und kratzfestes, häufig auch wasserfestes Gehäuse aufweist und daher für Wanderungen, Reisen oder Radtouren bestens geeignet ist. Kompaktferngläser gibt es in sehr vielseitiger Ausführung und Größe, meistens mit einer Vergrößerung in 8-facher oder 10-facher Form und Öffnungsgrößen zwischen 20 und 30 Millimeter. Kompaktferngläser bieten eine gute Blickweite, sind jedoch nicht für Nachtbetrachtungen geeignet, sondern benötigen eher gute Lichtverhältnisse. Dafür wiegen die meisten Modelle zwischen 200 und 500 Gramm und sind nicht störend beim Transport. Viele Ferngläser dieser Art lassen sich über einen typischen Klappmechanismus noch einmal in der Größe verkleinern und einfach zusammenfalten. Dadurch sind sie auch sehr platzsparend im Rucksack unterzubringen.

Entscheidend ist, dass die Vergrößerung nicht zu hoch ausfällt, da solche auch eine ruhige Hand benötigten, meistens das Verwenden eines Stativs. Besser ist eine gute Vergrößerung im 10-fachen Bereich, das eine scharfe Sicht auch bei dem einfachen Halten in der Hand möglich macht. Wer Wert auf eine stabile Sichtweite legt, kann ein Fernglas mit Bildstabilisator kaufen, das allerdings etwas schwerer ist. Für Kompaktferngläser ist ein robustes und strapazierfähiges Gehäuse entscheidend, das stoß- und auch wasserfest ist. Darüber entscheiden auch die Umrandung und das Material. Die Vergütung und die Stickstofffüllung bestimmen die lange Nutzung. Stickstofffüllungen verhindern beispielsweise das Beschlagen des inneren Objektivs bei einem Temperaturwechsel.

Astronomie-Fernglas

Neben Natur- und Tierbeobachtungen sind Ferngläser auch für Sternbeobachtungen geeignet und ersetzen aufwendige und teure Teleskope, wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen. Ein Astronomie-Fernglas zeichnet sich dadurch aus, dass es eine Vergrößerung von mindestens 10x hat, viel Licht einfangen kann und einen größeren Objektivdurchmesser aufweist, z. B. von mindestens 50 Millimeter oder größer. Nur so lassen sich Bilder in der Dunkelheit optimieren. Die Austrittspupille sollte mindestens 4,5 Millimeter sein, damit kein Licht verloren geht. Diese Modelle werden häufig mit dazugehörigem Stativ verwendet, um eine ruhige Sicht zu gestatten. Daher können sie beim Kauf auch gerne etwas schwerer sein. Auch hier spielt die Stickstofffüllung eine wichtige Rolle, damit das Glas bei Temperaturschwankungen oder der nächtlichen Kälte nicht beschlägt.

Universalfernglas

Das Universalfernglas ist die günstigste Variante eines guten Fernglases und gehört zu den beliebtesten Modellen, weil es sehr vielseitig verwendet werden kann. Es gibt Universalferngläser mit Porrofern- oder Dachkantgläsern in den Größen 10 x 50 bis 12 x 50, auch schlanke und kleine Varianten in 8 x 42.

Universalferngläser haben den Vorteil, dass sie sowohl für Beobachtungen bei Tage als auch bei Dämmerung geeignet sind. Das liegt an der zumeist vorhandenen großen Objektivöffnung mit gutem Einblickverhalten. Die Modelle sind etwas schwerer und nicht für anstrengende Radtouren oder Wanderungen geeignet. Sie können zwischen 800 Gramm und 1 Kilogramm wiegen. In den Bereich der Universalferngläser fallen auch Vogelfergnläser, die eine gute Phasenvergütung und eine hohe Transmission aufweisen, dabei mit Linsen ausgestattet sind, die sehr scharfe und gut aufgelöste Bilder gestatten. Bei der Vogelbeobachtung kommt es auf ein Modell mit gutem Auflösevermögen und mit integrierter Phasenkorrektur an, damit auch die reellen Farben gut wiedergeben werden. Diese Modelle sind handlich, jedoch auch im Anschaffungspreis deutlich teurer.

Dämmerungsglas

Dämmerungsgläser eignen sich hervorragend für die Verwendung bei der Jagd und werden auch von Tierliebhabern bevorzugt. Viele Waldtiere kommen erst dann zum Vorschein, wenn es dämmert und können daher kaum bei Tage beobachtet werden. Ein Dämmerungsglas muss daher eine maximale Lichtmenge mitbringen, um dem Auge die Sicht bei Nacht und Dämmerung zu erlauben. Solche Gläser haben eine Größe von 7 x 50, 8 x 56 und 9 x 63, sind nicht nur für die Dämmerung, sondern auch für die Verwendung am Tag geeignet. Das Fernglas bietet maximal ausgeleuchtete Bilder, ist aber im Vergleich zu anderen Modellen auch relativ schwer.

Zoom-Fernglas

Die Vergrößerung ist bei allen Ferngläsern mehr oder weniger stark gegeben. Unterschieden werden daneben aber auch spezielle Zoom-Ferngläser, die gestatten, die Fernsicht heranzuholen und stufenlos zu vergrößern. Während ein typisches Fernglas eine bestimmte Vergrößerung in den Werten, z. B. von 8 bis 16 oder 10 bis 20, aufweist, bietet die Zoom-Funktion eine niedrige und sehr hohe Vergrößerung, zwischen der im Test gewechselt werden kann. Der Blick wird dadurch in allen Situationen optimal und sofort angepasst, so dass eine unscharfe Sicht nicht möglich ist. Angegeben wird der Bereich der Vergrößerung als 8-fach oder 20-fach, ebenso der eigentliche Objektivdurchmesser.
Gegenüber anderen Modellen im Test und Vergleich weist das Zoom-Fernglas ein kleineres Sehfeld auf und hat einen Einfluss auf die Bildqualität. Das erlaubt häufig keine aufwendigeren Beobachtungen, z. B. das Betrachten der Sterne. Die Technik dagegen ist im Test sehr aufwendig und kompliziert, da das Heranzoomen mit beiden Monokularen zugleich geschieht und ausbalanciert werden muss. Verwender von Zoom-Ferngläsern nutzen daher häufig ein zusätzliches Stativ, um ein ruhiges Bild zu ermöglichen.

Das digitale Fernglas mit Kamera

Neu sind Ferngläser, die mit Kamera ausgestattet sind und damit nicht nur einzigartige Beobachtungen erlauben, sondern auch das Festhalten der Ereignisse im Bild oder im Video. Auch diese Modelle sind sehr aufwendig konzipiert und erlauben das Betrachten weit entfernter Objekte oder einen herrlichen Panoramablick. Hierbei handelt es sich um ein digitales Fernglas mit Aufnahmefunktion und einem integrierten Bildschirm. Dieser erlaubt nicht nur alle Einstellungen, sondern auch das direkte Betrachten der Aufnahmen. Verbunden werden kann das Fernglas mit einem USB-Kabel, um die Bilder zu übertragen und weist auch einen Speicherkarten-Slot auf, um die Bilder und Video abzuspeichern. Für ein hochwertiges Modell spielen die Auflösung, die Vergrößerung und der Objektivdurchmesser, das Display und der Speicherplatz eine Rolle.

Nach diesen Kriterien werden Ferngläser im Vergleich getestet:

Steiner Ranger Xtreme Fernglas im TestDurch einen ausführlichen Test und Vergleich ist es möglich, eine Auswahl der besten Ferngläser festzulegen, die im Handel und im Internet erhältlich sind. Kriterien betreffen vor allen Dingen die Größe, die Verarbeitung, das Material, die Verwendungsvielfalt, die Benutzung und Bedienung, die Handlichkeit und die mögliche Sicht und Weite. Ein Fernglas sollte höhere Anforderungen erfüllen, da die meisten Modelle von Markenherstellern auch etwas teurer im Handel sind. Das Preis-Leistungsverhältnis sollte sich im Test ausgewogen und an die Funktionen und Qualität des Modells anpassen.

Ein Test ermöglicht sowohl die einzelne Überprüfung der Qualitätsmerkmale eines Fernglases als auch das Gegenüberstellen der verschiedenen Modelle in ihren Vor- und Nachteilen. Aus einem Vergleich dieser Art lässt sich eine Bestenliste zusammenstellen, die dem Kunden die Kaufentscheidung erleichtern kann. Gleichzeitig werden zu jedem Produkt einzelne Testberichte verfasst, um genauer und detailliert auf die Eigenschaften des Fernglases eingehen zu können.

Handlichkeit und Verwendung

Neben einer guten Auflösung und Vergrößerung sollte das Fernglas so konzipiert sein, dass es sich im Test und Vergleich einfach in der Hand halten lässt und auch einen Blick durch die Gläser über einen längeren Zeitraum gestattet, ohne dass der Arm schnell müde wird. Das Zubehör kann einen Einfluss auf die Handhabung haben, besonders wenn es sich um größere Ferngläser handelt. Dennoch sollte das Gewicht nicht allzu schwer sein, auch wenn das schwerere Fernglas ein Hinweis auf die gute Qualität ist. Hier spielen für den Test auch die Art des Modells und der Einsatzzweck eine Rolle. Das Fernglas für eine Wanderung und Bergtour hat eine andere Größe und andere Funktionen als ein Modell für die Jagd oder für den Wassersport. Auch diese Merkmale werden im Test berücksichtigt.

Bedienkomfort und Qualität

Dass ein Fernglas sich einfach und komfortabel bedienen lässt, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein hochwertiges Modell und für die Platzierung in der Bestenliste. Sinnvoll ist eine übersichtliche und auf das Wesentliche reduzierte Bedienung mit wenigen Einstellungsmöglichkeiten. Die meisten Ferngläser verfügen über eine ähnliche Bauweise, können im Augenabstand, im Abstand der beiden Gläser, im Zoom und in der Stabilisierung verstellt werden. Auch das Gehäuse und die Mechanik sind im Test von Bedeutung, daneben die Prismengröße und die Vergütung. Die Vergütung lässt sich im Test leicht dadurch überprüfen, wie das Fernglas sich bei Licht unter weißen Neonlampen verhält.

Die Beschichtung sollte dann entweder eine grüne oder violette Farbe aufweisen, um darauf zu verweisen, dass es sich um eine Antireflexschicht handelt, die für ein hochwertiges Fernglas entscheidend ist. Auch das Justieren des Fernglases sollte einfach sein und keine Doppelbilder erzeugen.

Weite der Sicht

Die Vergrößerung unterscheidet sich bei den verschiedenen Ferngläsern. Günstig für einen Vergleich sind Modelle, die eine weite Sicht gestatten, ohne dass ein Verschwimmen der Objekte erkennbar ist. Auch die Prismengröße spielt im Test eine Rolle, da sie darüber entscheidet, wieviel Licht bei der Anwendung und Betrachtung verloren geht. Im Test kann überprüft werden, ob die Austrittspupillen gleichmäßig hell und rund sind. Das Fernglas wird dafür in größerer Distanz auf eine helle Fläche gelenkt. Dadurch lässt sich erkennen, wie die Lichtbeschaffenheit ist.
Entscheidend für ein gutes Fernglas ist die einstellbare Schärfe der Bilder. Diese sollte in einem größeren Bereich erfolgen können, auch gleichmäßig sein und in den Rändern weniger unscharf werden. Modelle, die im mittleren Preissegment angeboten werden, zeigen häufig den Abfall der Schärfe zum Rand des Glases hin. Das ist nicht allzu tragisch, sollte jedoch im Test und Vergleich auch nicht Überhand nehmen.

Blick bei Dämmerung

In Fernglas lohnt besonders für die Betrachtung des Sternhimmels, benötigt dann allerdings auch eine hohe Qualität. Die Lichtverhältnisse sollten sinnvoll abgestimmt sein, das Fernglas auch bei Nacht und Dämmerung eine gute und klare Betrachtung gestatten. Der Test kann durch das Betrachten eines hellen Sterns schnell zeigen, wie gut das Fernglas ist. Der zu sehende Stern sollte dann punktförmig zu sehen sein und wenig flackern.

Worauf muss ich beim Kauf eines Fernglases achten?

Die Anzahl der verschiedenen Ferngläser ist bezeichnend und macht den Kauf des geeigneten Modells sehr schwierig. Nicht das schwerste und größte Fernglas ist auch gleichzeitig das Beste. Vielmehr spielen andere Faktoren eine Rolle, wann und wie gut das Fernglas eingesetzt und verwendet werden kann. Für den Blick auf den Sternenhimmel sind andere Modelle notwendig als für die Vogelbeobachtung und Jagd. Daneben gibt es Kompakt- und Universalferngläser, die vielseitigere Anwendungen erlauben. Der Test zeigt eine gute Einteilung der Modelle je nach Art der Anwendung und Sichtstärke.

Art, Einsatz und Größe des Fernglases

Große und aufwendig gearbeitete Ferngläser sind häufig schwer und auch nicht für die flexible Anwendung geeignet. Sie werden über ein Stativ benutzt und ermöglichen mit großem Objektiv eine sehr weite Sicht, darunter auch bei Nacht. Andere sind handlich, leicht und klein, haben eine gute Abstimmung von Objektiv und Vergrößerung. Für Dämmerungs- und Nachtbetrachtungen ist eine gute Lichtstärke notwendig. Bei Wanderungen sollte das Fernglas zusammenklappbar und handlich sein. Daneben gibt es auch spezielle Ferngläser für Brillengläser, die einen großen Augenabstand bieten.

Die wichtigste Angabe ist beim Fernglas in der Zusammensetzung aus Vergrößerung und Objektivdurchmesser zu x finden. Sie bestimmt den Zoom und die Qualität der Sichtweite. Üblich sind Größen von 8 x 24, 8 x 42, 10 x 42, 10 x 50 oder 20 x 50. Die zweite Ziffer für die Objektivgröße bestimmt auch die Lichtstärke und damit den Einsatz des Fernglases mit. Fällt diese gering aus, ist meistens nur ein Blick bei guten Lichtverhältnissen möglich. Da hilft auch kein größerer Zoom.

Funktionsumfang

Auch Ferngläser bieten einen guten Funktionsumfang je nach Ausstattung und Art. Während die Grundbauweise aus einer Verbindung beider Stahlröhren mit Linsen mit einstellbarem Abstand besteht, können die Linsenstärke und der Dioptrienausgleich direkt am Okular gemacht werden. Bei Dackkant-Modellen wird die Brechung der Linsen und das Fokussieren auch über ein Verstellrad bestimmt. Einige Modelle bieten eine erweiterte Zoom-Funktion oder eine integrierte Kamera. Auch ein Bildstabilisator ist von Vorteil, soll das Bild schneller fokussiert und stabilisiert werden. Zur Ausstattung gehört auch die Beschichtung und Vergütung eines Fernglases in hoher Qualität, eine besondere Gummierung, um das Fernglas rutschfest zu machen, oder verschiedene Weitwinkelfunktionen.

Wasserdichte und Stoßfestigkeit

Ein stoßfestes Modell ist immer von Vorteil, benötigt dann ein robustes und kratzfestes Gehäuse aus stabilen Materialien. Sehr gut sind Gummiabdichtungen und Umrandungen, ebenso ein Fernglas, das spritz- und wasserfest ist. Sinnvoll ist auch ein Modell, das über ein Stativgewinde verfügt, soll es zur stabilisierten Betrachtung verwendet werden. Der Fokus wird mit zunehmender Objektivgröße schwieriger angepasst und benötigt ein hochwertiges Gehäuse und Stativ.

Reflexionen und Beschichtung

Celestron SkyMaster 15x70 Fernglas im TestBei einem Foto sind Reflexionen manchmal ganz nette Effekte, bei einem Fernglas sollten diese möglichst gering ausfallen oder ganz vermieden werden. Reflexionen entstehen im Grunde auf jeder optischen Fläche, können aber sehr ärgerlich werden, wenn sie zu stark ausfallen und die Sicht entsprechend negativ beeinflussen. Besser ist, wenn das Licht, das auf die Linse trifft, komplett gebündelt und durchgegeben wird. Das ist nach heutigem Stand der Entwicklung noch nicht möglich. Ferngläser und fast alle optischen Flächen reflektieren das Licht um etwa 4 Prozent zurück. Dabei hängt die Reflexion auch von dem jeweiligen Lichteinfall ab, der je schräger er erfolgt, die Reflexe steigert. Das wiederum bringt einen Verlust der Lichtmenge mit. Der Kauf eines Fernglases sollte entsprechend auch in dieser Hinsicht bestimmt werden. Hochwertige Ferngläser ermöglichen das Eintreffen von Licht im Auge des Betrachters von etwa 90 Prozent.

Das ist durch die entsprechende Beschichtung und Vergütung möglich, wobei Ferngläser häufig eine Mehrfachvergütung aufweisen, die Reflexe reduzieren. Entscheidend sind die Schichtdicke und die Brechzahl, die wiederum von den Linsen abhängt. Das Beschichtungsmaterial besteht meistens aus Siliziumoxid oder Magnesiumfluorid. Die Schichtdicke sollte bei der Vergütung mindestens ein Viertel der Wellenlänge des reflektierten Lichts betragen.

Kurzinformation zu den führenden Herstellern von Ferngläsern

Sehr bekannte Hersteller für optische Geräte und Ferngläser sind u. a. „Olympus“„Leica“„Nikon“ und „Minox“. Weitere Hersteller sollen im Test etwas ausführlicher vorgestellt werden:

Einer der weltweit größten Hersteller von Amateurastronomie, optischen Flächen und Teleskopen ist „Celestron“. Das amerikanische Unternehmen bietet im Sortiment auch das passende Zubehör an, hat seinen Hauptsitz in Torrance in Kalifornien und wurde dort auch 1964 gegründet. Ferngläser dieser Marke sind sehr hochwertig, auch etwas teurer, tragen meistens die Zusatzbezeichnung „Skymaster“.
Sehr beliebt sind auch Ferngläser von „Eschenbach“, die eine gute Vergrößerung, ein sehr kompaktes und stabiles Design und eine hohe Qualität bieten. Das Unternehmen stammt aus Deutschland und vertreibt optische Produkte. Der Sitz ist in Nürnberg. Zum Sortiment gehören neben Ferngläsern, Teleskopen und Lupen auch andere Sehhilfen oder das Zubehör aus Kartenmesser oder Kompass. „Eschenbach“ ist eine der hochwertigsten Marken in diesem Bereich.
Besonders die Jagd-Ferngläser sind von der Marke „Steiner“ der Renner und konnten sich auf dem Markt behaupten. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Bayreuth in Bayern und ist ein international agierender Hersteller für Ferngläser, darunter auch im maritimen oder militärischen Bereich. Gegründet wurde „Steiner“ 1947 von Karl Steiner, der als erstes Produkt eine Kleinbild-Suchkamera auf den Markt brachte, die den Namen „Steinette“ trug. Mittlerweile reicht die Produktpalette über Ferngläser, Monokulare und Zielfernrohre bis zu Militärprodukten für die Unternehmenskette „Beretta“.
Auch „Canon“ bietet hochwertige Markenfernrohre in verschiedenen Größen und Objektiven. Das Unternehmen stammt aus Japan, hat seinen Sitz in Tokio und ist für seine beliebten Digital- und Spiegelreflexkameras berühmt. Auch Tintenstrahldrucker werden vertrieben, wobei die Ferngläser eine gesonderte Kategorie darstellen. „Canon“ gibt es seit 1937 und ist bis heute eines der bekanntesten in diesem Bereich.

Internet vs. Fachhandel: wo lohnt sich der Kauf eines Fernglases am meisten?

Für den Kauf eines Fernglases ist eine Kundenberatung von Vorteil, besonders wenn die nötigen Kenntnisse fehlen, um das richtige Modell für den geeigneten Zweck auszuwählen. Das ist im Handel direkt vor Ort möglich, aber auch im Internet machbar, da zahlreiche Testseiten und Vergleiche einen guten Überblick der verschiedenen Modelle bieten, ebenso als Ratgeber konzipiert sind.
Der Kauf im Internet ist immer etwas günstiger, da eine starke Konkurrenz an Anbietern vorherrscht, die durch Preisnachlässe kompensiert wird, was dem Kunden zugutekommt. Darüber hinaus ist die Bestellung bequem und rund um die Uhr möglich, während die Lieferung schnell und zuverlässig erfolgt. Kundenbewertungen erlauben einen guten Einblick auf die Qualität der Lieferung, des Herstellers und des Geräts. Dazu ist im Internet auch die Auswahl an verschiedenen Produkten und Ferngläsern möglich. Das passende Zubehör gibt es meistens vom gleichen Anbieter oder sogar als Set zum Fernglas dazu.

Wissenswertes & Ratgeber

Die Geschichte des Fernglases

Leica Ultravid 12 x 50 HD-PLUS Fernglas im TestDas Fernglas ist nicht die Erfindung einer bestimmten Person, sondern wurde von mehreren Erfindern entwickelt und verbessert. Das erste Modell entstand durch den Auftrag, den der Brillenmacher Hans Lipperhay bekam. Er sollte ein monokulares Teleskop entwickeln, was ihm auch gelang, worauf nur einige Monate später die Fertigung eines binokularen Fernglases folgte. Galileo Gallilei wiederum prägte das Modell des Opernglases, das auch nach ihm benannt wurde. Diese Varianten waren aber noch weit entfernt von den heutigen Modellen mit Umkehrprinzip. Erste Versuche wurden im 18. Jahrhundert unternommen, um weiter entfernte Objekte scharf und deutlich erkennen zu können. Verbreiteter war jedoch die Nutzung von Operngläsern, die bei Theatervorführungen sehr beliebt waren und als „Stecher“ bezeichnet wurden.

Die Entwicklung nahm ihren Lauf, als das Militär die Vorteile solcher Gläser entdeckte. Die Qualität musste verbessert, die Vergrößerung erhöht und das Bild umgekehrt werden. Das war durch Porroprismen möglich, die Ignazio Porro entwarf. Das klassische Modell hatte achromatische Linsen und wurde von Friedrich Voigtländer konzipiert. Die erste größere Produktion und das Patent auf monokular angewendete Porroprismen erhielt die Firma „Carl Zeiss“.

Prismengläser dieser Art funktionierten nach dem Kepler-Fernrohr-Prinzip mit einem Umkehrprisma, wobei das Bild um 180 Grad gedreht wurde. Die Modelle wurden dann auch handlicher und kleiner, stabiler und leichter, später um das Dachkantprisma bereichert, das zwar eine komplexere und schwierigere Herstellung mitbrachte, jedoch bei hochwertigen Modellen eine bessere Sicht gestattete. Heute gibt es beide Varianten, daneben auch digitale Ferngläser mit Kamerafunktion. Ebenso gibt es vielseitig verwendbare Modelle, z. B. für die Astronomie oder mit zusätzlicher Zoom-Funktion.

Zahlen, Daten, Fakten rund um das Fernglas

Tipps für die Verwendung und den Einsatz eines Fernglases
Die Frage, ob sich die Anschaffung eines Fernglases lohnt, kann einfach beantwortet werden, wenn es um die Betrachtung und Fokussierung bestimmter Panoramen und Objekte geht. Selbst eine sehr hochwertige Kamera verfügt nicht über den gewünschten Zoom, ist dazu auch meistens wesentlich teurer und benötigt eine aufwendige Ausstattung. Das Fernglas dagegen ist sehr kompakt und handlich, kann jederzeit mitgeführt werden und ebenso in sehr hochwertiger Form erworben werden. Die Technik ist zwar hochkompliziert, die Bedienung im Test dagegen sehr einfach, meistens schnell gemacht und nur über einige Drehrräder notwendig, z. B. um den Fokus oder Augenabstand anzupassen.
Das Fernglas gestattet eine ganz natürliche und sehr weite Sicht, je nach Vergrößerung und Objektivdurchmesser. Es ist eine gute Bereicherung zu einer Kamera, bietet die Sicht auf viele Naturereignisse, ist gut tragbar und robuster als eine Kamera.

Praktisches Zubehör für ein Fernglas
Das Zubehör wird beim Kauf eines Fernglases im Handel oder im Internet meistens mitgeliefert, kann aber auch zusätzlich erworben werden. Während ein Tragegurt für den sicheren Transport meistens enthalten ist, werden teurere Ferngläser mit zusätzlichem Koffer oder einer Tragetasche geliefert. Diese dient nicht nur dem Transport, sondern schützt das Gerät auch gleichzeitig vor Stößen und Staub, vor Nässe und anderen Beschädigungen.

Viele Modelle können in den Objekten und Okularen ausgetauscht werden, so dass auch eine unterschiedliche Sicht möglich ist, z. B. durch die Ergänzung von Weitwinkelobjektiven. Hier sollte das Zubehör dann auf den Hersteller und das Produkt abgestimmt sein. Ergiebig sind auch verschiedene Linsen oder ein Linsenschutz. Besitzt ein Fernglas kein Stativgewinde, lohnt der Kauf eines Stativadapters.

Die 10 wichtigsten Fragen rund um das Thema „Fernglas

1. Wann kann ein Fernglas verwendet werden?

Das Fernglas ist vielseitig nutzbar und gestattet die Vergrößerung vieler Objekte und Ansichten ohne Bildverlust oder Überlagerung. Dafür sollten die Linsen nicht beschlagen, eine Stickstoffbeschichtung aufweisen und auch ansonsten anpassbar sein. Das Fernglas kann dann beim Wandern, Segeln, bei der Jagd, bei der Beobachtung von Tier- und Naturschauspielen zum Einsatz kommen. Weniger schön ist die Nutzung eines Fernglases zu Spionage, z. B. um die Aktivität des Nachbarn durch das Fenster zu beobachten.

2. Was bedeutet „Phasenvergütung“ bei einem Fernglas?

Damit ist eine spezielle Beschichtung am Fernglas gemeint, di als P-Belag bei DachkantFerngläsern di Reflexion der Strahlsegmente bestimmt. Da bei dieser Bauweise eine Verschiebung der Lichtwellenphasen vorherrscht, muss der Lichtausritt korrigiert werden. Das gestattet die Phasenvergütung, um Reflexionen zu verhindern.
Die Vergütung allgemein bezeichnet die dünnen Schichten, die auf der optischen Linse durch den Prozess im Hochvakuum aufgedampft werden und die Reflexionen auf den Linsen reduzieren. Die meisten Ferngläser haben mehrere Schichten und sind dann grün oder violett in der Linse.

3. Was ist die Bildstabilisierung als Funktion eines Fernglases?

Bei einer sehr hohen Vergrößerung und einem großen Objektiv lohnt die Funktion der Bildstabilisierung, die eine sofortige Anpassung und Fokussierung ermöglicht und das Verwenden eines Stativs unnötig macht. Dabei kann selbst eine sehr ruhige Hand nicht immer den klaren Blick gestatten, da das Fernglas mit elektronischen Sensoren ausgestattet ist und jede kleinste Bewegung sofort ausgleicht, wodurch das Bild unscharf werden kann. Je größer das Objektiv, desto mehr muss das Bild angepasst werden. Ein Bildstabilisator sorgt für das jederzeit scharfe Bild.

4. Gibt es Ferngläser für Brillenträger?

Brillenträger benötigten ein Fernglas mit einstellbarem Augenabstand und mit einer Dioptrienkorrektur. Dadurch können selbst sehr starke Sehunterschiede ausgeglichen und die Sehschwäche im Test kompensiert werden. Brillenträger profitieren bei der Nutzung des Fernglases durch das neu erhaltene Blickfeld. Auch das Tragen einer Brille ist bei der Verwendung eines Fernglases kein Problem, lediglich der Augenabstand und die Augenmuscheln müssen verändert und eingestellt werden.

5. Gibt es Ferngläser mit Entfernungsmesser?

Solche Modelle gibt es, meistens in Form von Marinegläsern mit kompakter und wasserfester Bauweise und eingebautem Kompass. Ein Entfernungsmesser erlaubt dann die Distanz zum Objekt zu messen und so besser einschätzen zu können. Das ist auch bei der Jagd oder Positionsbestimmung von Vorteil.

6. Was sagt die Vergrößerung eines Fernglases über die Qualität aus?

Sicherlich möchten die meisten Menschen, wenn sie sich ein Fernglas anschaffen, auch einen guten Zoom oder eine starke Vergrößerung, z. B. in 10-facher Ausführung. Dennoch bestimmt die Vergrößerung alleine noch nicht die Leistung und Qualität des Fernglases. Der Test zeigt, dass mehrere Faktoren hierfür relevant sind, darunter die Linsenbeschichtung, das Glasmaterial, die Objektivgröße, die Vergütung und die Mechanik. Für die meisten Beobachtungen genügt eine 8- bis 10-fache Vergrößerung völlig. Alleine bei der Sternbetrachtung kann die Vergrößerung höher ausfallen, wobei dann jedoch auch die Schärfe des Bildes beeinflusst wird. Je größer das Objektiv, desto aufwendiger die Bildanpassung und Schärfe. Bei einer 20-fachen Vergrößerung ist ein Stativ notwendig.

7. Woran lässt sich die Qualität eines Fernglases ausmachen?

Alleine durch Gewicht und Größe kann die Qualität des Fernglases noch nicht abgeschätzt werden, auch wenn ein schwereres Fernglas sicherlich besser verarbeitet ist als ein sehr leichtes aus Plastik. Das Gewicht hängt aber auch mit der Materialbeschaffenheit und dem Gehäuse zusammen und weniger mit den technischen Vorteilen. Qualität lässt sich dagegen vielmehr durch die Art der Gläser, die Vergütung und durch den Fokussiermechanismus feststellen. Ist die Vergütung grün oder violett, ist das ein Hinweis auf eine hochwertige Beschichtung, die Reflexionen eindämmt. Das Glas der Objektive bestimmt ebenfalls, wie gut das Fernglas ist und ob es beschlägt oder nicht. Eine gute Farbreinheit ist ebenfalls ein sicheres Indiz für eine gute Qualität. Dafür kann das Fernglas auf eine von der Sonne beleuchtete Wand gerichtet werden. Werden die Farbsäume zu stark, ist die Abbildung beeinträchtigt. Eine farbreine Sicht ist besser und durch gute Gläser mit Fluoritlinsen oder ED möglich.

8. Was ist der Unterschied zwischen Dachkantgläsern und Porroprismen?

Hierbei handelt es sich um verschiedene Prismensysteme, die dazu verwendet werden, das umgekehrte Bild wieder zu drehen. Porroprismen zerteilen den Lichtstrahl in rechteckige Formen, Dachkantprismen sorgen für einen spitzen Winkel, werden auch aufwendiger und teurer hergestellt. Auch die Einstellung der Okulare unterscheidet sich. Dachkantprismen gestatten z. B. eine sehr schmale Bauweise, während der Abstand der Objektive bei Porro-Modellen breiter ist. Dachkant-Ferngläser haben im Tubus eine schneckenförmige Fokussierung, während Porro-Ferngläser die Fokussierung im äußeren Bereich aufweisen. Die Schneckenfokussierung ist etwas stabiler und geschützter.

9. Was sagt das Gesichtsfeld über die Verwendung das Fernglases aus?

Ein großes Gesichtsfeld bei einem Fernglas ist immer von Vorteil, da hier die Fusion der Seheindrücke von beiden Augen kompensiert wird. Dabei sollte jedoch die Vergrößerung miteinbezogen werden. Je kleiner diese ausfällt, desto größer kann das Gesichtsfeld sein. Bestimmte Okularkonstruktionen gestatten ganz automatisch ein großes Gesichtsfeld, selbst wenn die Vergrößerung hoch ist. Stimmt das Verhältnis nicht, zeigen sich Unschärfen an den Rändern, die die Sicht beeinträchtigen.

10. Wie lässt sich ein Fernglas reinigen und sauber halten?

Um die gute Sicht durch ein Fernglas zu gewährleisten, müssen vor allen Dingen die Linsen sauber bleiben und ihre Beschichtung bewahren. Das ist durch den Schutz beim Transport durch eine Tasche gut möglich, allerdings wird das Fernglas hauptsächlich im Freien verwendet und kann dann auch leichter verschmutzen. Die Linsen haben eine sehr empfindliche Vergütung und benötigen eine schonende Säuberung, z. B. mit einem weichen und leicht befeuchteten Lappen. Besser ist die Verwendung eines weichen Reinigungspinsels.

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